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23.

4. Ansetzkes s el für Gießfolienmasse 1967 4 Hofmann + Schwabe - Gießmaschinen, 1 Arenco - Gießmaschine Hofmann + S chwabe - Gießfolienmaschine, Karl Brüning, 22 . 01 . 1959 Rückgewinnu ng s anlage, Karl Brüning

6. Demon st ration der rieselfähigen Tabakmasse für das Pr eßverfa hren durch W. Buchholz Wa l zenstuhl während der Produktion __ _ .I Trockenkanal, Aufwick lun g Bob in e und Wickel

13. eitere fachliche Ausein - andersetzungen mit den Problemen der Fußpflege führten schließlich zu einer gemeinsamen Entwicklungsarbeit mit verschiede- nen Herstellerfirmen, u. a. aus dem Dentalbereich. Die Folge war, daß die Firma Gerlach als erstes Unternehmen einen Fußpflege- schrank anbieten konnte, der mit einem einfacher zu handhabenden Motorabsaughandstück ausgestat - tet war als die üblichen Gleitlager - handstücke mit biegsamer Welle. Darüber hinaus führte Gerlach einen besonderen Hausservice ein. Sobald eines der Geräte einen Motorabsaughand s tück mit Fliehkraftspannung , 1970 Fußpfl ege motor vo n Orthofex, Nr. IDOl , 1 969 Fußpflegeschrank RK 70, 1970

14. Funktionsschaden aufwies, stellte das Unternehmen dem Kunden ein Leihgerät zur Verfügung - solan- ge, bis der Schaden in der hausei- genen Reparaturwerkstatt beho- ben war. usgehend von dem Cerlach-Fußpflegeschrank RK 70, wurden weitere hochwerti- ge Fußpflegeschränke, Motoren und Handstücke entwickelt. Hoher technischer Standard und ein aus- gewogenes Preis-Leistungsverhält- nis waren Voraussetzung dafür, daß sich die Produkte auf dem Markt durchsetzen konnten. Gerlach Fußpflegegerät 4001 , 1976

16. LDGEl T FORTE ommt au ur Herstellung seiner Pro- ."...."--'" dukte bevorzugt das Haus Gerlach pflanzliche Inhaltsstoffe. Bevor sich Mitte der 70er Jahre erstmals negative Eigenschaften des in Läusebekämpfungsmitteln enthaltenen Wirkstoffes Hexa- chlorcyclohexan andeuteten, bemühte sich Entwicklungsleiter Dr. Detert, das Präparat GOLD - GEIST Kontaktinsektizid auf einen natürlichen Wirkstoff umzustellen. In Zusammenarbeit mit verschie- denen Desinfektionsanstalten ent- stand GOLDGEIST FORTE, ein Präparat auf der Basis des natür - lichen Pyrethrumextraktes , das dank einer patentierten Kombi- nation natürlicher Wirkstoffe mit synergistischen Hilfsstoffen bei verkürzter Anwendungsdauer genauso zuverlässig wirkte wie die HCH - haltigen Mittel. Die gute Verträglichkeit von GOLDGEIST FORTE für den Menschen ist ein bedeutender Beitrag zur Arznei- mittelsicherheit. en ar GOLDGEIST FORTE ist ein hoch- wirksames Läusebekämpfungs- mittel mit den Eigenschaften eines kosmetischen Haarshampoos und erfüllt so alle Voraussetzungen für den rationellen , bequemen, kurzen und erfolgreichen Einsatz in Desinfektionsanstalten und für die erfolgreiche Selbstbehandlung. Vom Institut für Wasser -, Boden - und Lufthygiene des Bundes- gesundheitsamtes, Berlin, wurde GOLDGEIST FORTE hinsichtlich sei- ner Wirkung auf Kopfläuse geprüft und aufgrund des sehr positiven Ergebnisses in die gemäß § 10c Bundesseuchengesetz geführte Empfehlungsliste aufgenommen.

18. au Kontinuität nter der Leitung von Klaus Cerlach-Meinders und Jobst-Peter Cerlach-von Waldthau- sen konzentrierte man sich von Anfang an auf einige wenige, aber sehr erfolgreiche Aktivitäten, die dem Zweck dienten , den Handel mit Fachgeschäften , Drogerien "" GEHWOL Fußpfl e g e -- und Apotheken zu stärken. Man wandte sich noch konsequenter als bisher dem Bereich der Fußpflege zu. Mit Cerlach - Ständen wurde auf zahlreichen Messen und Ausstellungen ein ideales Forum dafür geschaffen, Kontakte zu Dien s tleistern zu knüpfen und zu pflegen. Auch die Werbung wurde in den BOer Jahren professionali- siert und verstärkt eingesetzt. Aktuel l er Gerlach - Me s sestand ( Beauty ' 93) Mes s e - Crew, von link s n a c h rechts: Wilfried Engel, Monika Fisher, Hans-Dieter Langen , Regina Winke lm ann, Ralf Grotstollen, Hans Ritter, Karl - Heinz Plasberg, Gabriele S c hmidt, Anja Katenbrink , Roland S chmidt , Jobst - Peter Ger l ach - v . Waldthausen

15. e Nä ar s erec te Pro e zur Praxis u ie CEHWOL FUSSKRAFT - Serie, das weitgefächerte Angebot an fachhandelsgebunde - nen CEHWOL-Präparaten und Praxiseinrichtungen machten eine verbesserte Kundenbetreuung unumgänglich. Zahlreiche Schu- lungsaktivitäten trugen zu einer engeren Bindung zwischen Kunden und Firma bei. Erkannte der Außendienst einen Schulungs- bedarf, dann wurde Cerlach mit hauseigenen Schulungen tätig, die sich mit den besonderen Proble- men der Fußpflege befaßten. Das Haus Cerlach profitierte seiner - seits. Die Erfahrungen der Prak- tiker konnten in der Entwick - lungsabteilung umgesetzt werden. er Außendienst wurde mehr und mehr zu einem Mittler zwischen der Cerlachschen Entwicklungsabteilung und den Fußpflegern. Zahlreiche Anregun - gen kamen aus der Praxis. So ent- standen Mitte der 60er Jahre die Kabinett-Serie mit Massageölen und -em ulsionen sowie zeitweilig ein Artikelangebot, in dem u. a. Sandalen und Stützstrümpfe ent- halten waren. l te un Sc hulun g in d en Auss tell u ngsräumen

36. un ie Vereine duard Cerlach d. j. und sein Vetter earl gehörten zum Offizierscorps. Eduard wurde 1939 Kommandeur und bekleidete dieses Amt bis 1955. Im Schützen- haus war er Mittelpunkt manch fröhli c her Runde. Auch die groß- zügigen Räumlichkeiten im Hause Lange Straße 39 / 41 sahen man - chen vergnügten Umtrunk. Den Niedergang des Schützenfestes als allgemeines Bürgerfest hat Eduard Cerlach nicht mehr erlebt. 1970 wurde mit dem Abbruch des Schützenhauses begonnen. Das Schützenfest in seiner hergebrach- ten Form hatte sich überlebt. Kommandeur Eduard Gerlach durchschreitet Spa lier , Schützenfest 02.07.1950 I

22. sowie zahlreiche Repräsentanten im In - und Ausland. Schließlich werden Gerlach - Produkte in fast 40 Länder exportiert. Vor allem für die Fußpflege - Produkte sind die Hauptabnehmerländer die Niederlande , Belgien und Luxem - burg, die skandinavischen Länder, Österreich und die Schweiz. " Hinzuzufügen ist, daß außerhalb der Europäischen Gemeinschaft inzwischen u. a. auch folgende Länder beliefert werden: Kanada, japan , Israel , Namibia. In jedem Fall ist die Belieferung na c h wie vor an den Fachhandel gebunden. eit 1978, als die Firmen - leitung an Klaus Gerlach - Meinders und jobst-Peter Gerlach- v. Waldthausen überging, bis 1993, dem jubiläumsjahr, ist die euer tart in eutsc nmittelbar nach der Grenzöffnung setzte Gerlach auch in Ostdeutschland auf den persönlichen Einsatz sei - ner Vertreter und Mitarbeiter. In Zusammenarbeit mit dem Ver - band Deutscher Drogisten wurden den ostdeutschen Drogerien wieder Produkte aus dem Hause Gerlach zugänglich gemacht. Ein Außendien s t, in der ehemaligen DDR unbekannt, wurde aufgebaut mit Mitarbeitern, die ausnahmslos in Ostdeutschland ansässig waren. Oie Strukturen des ost - deutschen Fußpflegeberufes kamen dem Aufbau eines Handelsnetzes entgegen. Ein wich - tiger Faktor für den schnellen Zahl der Mitarbeiter von 46 auf 120 angestiegen. Der Umsatz konnte in dieser Zeit auf über 40 Millionen DM verzehnfacht wer - den. Es sind Daten, die das gemeinsame Engagement der Mitarbeiter in Lübbecke, der gro - ßen Zahl freier Mitarbeiter im Außendienst und der Auslands - vertretungen deutlich machen. an .G. Erfolg war die Tatsache , daß die Marke GEHWOL noch ein Begriff war, der nicht in Vergessenheit geraten war. Schon in der kaiserli - chen Zeit war hier ein Vertrieb s- netz vorhanden gewesen. Das waren Voraussetzungen , die das Haus Gerlach in Ostdeutschland inzwischen zum Marktführer den ließen. lOB

40. • Heimatgeschichte erregte immer sein Interesse. So war es für ihn selbstverständlich, den Mindener Dombau-Verein mit einer Spende zu unterstützen. duard Gerlach d. j. ließ sich . . zwar gerne In seinem Mercedes chauffieren, war jedoch keinesfalls bequem und gehfaul. Er war ein begeisterter Wanderer und gehörte dem Vorstand des Heimat- und Wandervereins an. Im Jahre 7953 wurde er Ehren- mitglied des Wiehengebirgs- verbandes, Osnabrück. In seinen Tagebüchern hat er seine Wande - rungen und täglichen Spazier- gänge festgehalten. Mancher Gedanke, der später in der Firma Gestalt annahm, dürfte ihn auf seinen Wegen beschäftigt haben .

11. L FU _ _ KRAFT un ine Eigenmarke für die Fußpflege gab den vielfälti - gen Produkten des Hauses Gerlach eine besondere Nuance. Sie trug den Namen GEHWOL FUSSKRAFT - eine Bezeichnung, die schon 1936 für ein Fußbad verwendet worden war , jetzt aber für Präparate reserviert blieb, die ausschließlich den Fußpflegern zur Verfügung standen. Im Jahre 1961 fiel der Startschuß für diese Serie mit der Einführung des Präparats GEH - WOL FUSSKRAFT GRUN. Alle Kunden, die im vorangegangenen Jahr für mehr als 100 DM Gerla c h - Produkte gekauft hatten , erhielten unaufgefordert ein Paket mit 12+2 GEHWOL FUSSKRAFT GRUN gegen Berechnung. Nur eines die - ser Pakete soll abgelehnt worden sem. , ! I ie ausschließliche Beliefe- rung des Dienstleistungs- bereichs der Fußpflege mit GEHWOL FUSSKRAFT wird bis heute konsequent durchgehalten. mo erne Pra Oie Marke wurde ständig um wei - tere, ebenfalls erfolgreiche Präparate ergänzt. Auf GEHWOL FUSSKRAFT GRÜN folgten 1968 ROT und BLAU . Später kamen GE H WO L F USS KR A FT G R Ü N , 1 96 1 (vo rn e), D a r s t ell un g d er sc hritt we i se n P ac kun gsve r ä nd e rung bis heut e

26. Eduard Gerlach zu den Grün- dungs mitgliedern des "National- liberalen Kreises zu Lübbecke " . Vorsitzender war Dr. Angenete, Königlicher Kreisarzt. Sein Stell- vertreter war Justizrat Otto Bahre. Einflußreiche Kräfte der nationalliberalen Partei karnen aus dem protestantischen Bildungsbürgertum. 1929 kandidierte Gerlach zusam- men mit den Zigarrenfabrikanten Holle und Mencke bei den Wahlen zur Stadtverordnetenversamm- lung für die "Lübbecker Einheits- liste", die sich den Interessen der Gewerbetreibenden verschrieben hatte. Gleichzeitig kandidierte Ger/ach zusammen mit dem Fa- brikanten Aug. Blase in der "Bür- gerlichen Liste " für den Lübbecker Kreistag. Für die Wahlen zum Kreistag hatten sich insgesamt 10 Kandidaten aufstellen lassen. Sie karnen aus verschiedenen politi - schen Gruppierungen und Interes- senverbänden, so dem Haus- und Grundbesitzerverein, Verein der Einzelhändler, Beamtenkartell des Kreises Lübbecke, Gewerkschafts- bund der Angestellten, Deutsch- nationalen Handlungsgehilfen- verband und der katholischen Gemeinde Lübbecke. Angeschlos- sen hatten sich die Beamten, An- gestellten und Lehrer des Amtes Pr. Oldendorf, die sich in dieser Gruppierung den Deutschnationa- len zurechnen lassen. 109 ei den Wahlen am 17_ Nov. 1929 - den Wahlen zum Provinziallandtag, Kreistag, Ämtern und Gemeinden - erlangte Gerlach kein Mandat. Bei den Wahlen am 12. März 1933, die unter dem massiven Einfluß der Nationalsozialisten standen, gewann er ein Mandat für den "Nationalen Block".110 Die NSDAP war im Gegensatz zu den Wahlen zum Kreistag in der Stadt Lübbecke nicht angetreten. Über den "Nationalen Block", der von Nationalsozialisten durch- setzt war, sollte die konservative Wählerschaft für einen Staat nationalsozialistischer Prägung gewonnen werden.' 11

12. • r • ie Fu • •• tungen Xlselnnc Kräuterbad und Kräuterlotion (beide 1984) sowie MINT (1990) und Wärmebad Konzentrat (1992) hinzu. Im jubiläumsjahr 1993 wurde CEHWOL FUSSKRAFT Bein- Vital eingeführt. Mit CEHWOL FUSSKRAFT erschloß sich das Haus Cerlach den Markt der Fußpflege- und Kosmetikinstitute, der Orthopädie-Schuhmachermeister und der Physiotherapeuten. ie Fußpfleger brauchten nicht nur gute, ihren Bedürfnissen angepaßte Produkte, sondern auch Handwerkszeug und Praxiseinrichtungen, die den An- forderungen neuzeitlicher Fuß - pflege entgegenkamen. Hier lag ein neues Aufgabengebiet für das Haus Cerlach. In enger Zusam- menarbeit mit dem Außendienst der Firma und einigen ausgewähl- ~ GEHWOL FUSSKRAFT ege ten Fußpflegern wurden zunächst Fräser- und In strumentensets ent - wickelt. Die ersten Einrichtungsgegen- stände und Fußpflegernotoren, die 1969 angeboten wurden, stamm- ten von dem niederländischen CEHWOL Importeur Orthofex aus Utrecht, der sich schon seit länge- rem mit Praxiseinrichtungen befaßt hatte. Die Fußpflegernota- ren waren damals ausgestattet mit einer Staubabsaugvorrich- tung, einer biegsamen Welle und einem Absaughandstück. Das GEHWOL FUSSKRAFT Sortiment 1993

5. • nfang der 70er Jahre begann sich der abneh - mende Bedarf an Tabakhilfsmit- teln im Hause Gerlach abzuzeich - nen. Folgende Gründe waren für die allgemeine und besondere Ent- wicklung kennzeichnend: 2. 8. Die Gunst der Verbrau- cher hatte sich der Zigarette zugewandt. Das Rauchen geriet in das Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik. Die Konkurrenz anderer Gesellschaften, wie der Deutsch-Holländischen Tabakgesellschaft, Hockenheim, wirkte sich aus . ie Firma Gerlach hatte sich auf die Belieferung der klei- nen Zigarrenfabriken konzen- triert , wie sie besonders zahlreich in Minden-Ravensberg anzutreffen waren. Diese konnten jedoch dem Konkurrenzdruck der großen Her- steller wie Andre, Blase, Burger und Villiger nicht standhalten und fielen als Abnehmer für Gerlach nach und nach aus. Im Hause Gerlach wurde eine Umsatzmin - derung bei Tabakhilfsmitteln fest - gestellt " infolge Stillegung nam - hafter Zigarrenfabriken und Fabri - kationsänderungen bei der Zigar- renhersteIlung " . Im Jahre 7 976, als die wirtschaftlichen Folgen ein - getreten und weitere absehbar waren, wurde die " Eduard Gerlach K. G. , Heidelberg " , im Handels - register gelöscht. Die Produktion der Tabakfolie im Werk 11 in Lübbecke wurde noch fortgeführt, bis sie Ende 7997 vollständig ein- gestellt wurde. Entlassungen brauchten nicht vorgenommen zu werden - eine Folge der guten Auftragslage auf dem Sektor der Fußpflege.

10. Gerhard Gerlach-Hollmann Eduard Cerlach adoptiert und als Vorerben eingesetzt worden . Als Hans Cerlach-Hollmann am 14 . Okt . 1958 starb , lag die Firmenleitung in den Händen des Alleingesellschafters Cerhard Cerlach - Hollmann . Der Betrieb umfaßte damals die vier Produktionszweige: • Fuß - und Körperpflegemittel, • Hilfsmittel für die Zigarrenindustrie, • chemisch-technische Artikel , • Pflanzenwuchsstoffe und Präparate für den Obst - und Gartenanbau . Je? erhard Cerlach-Hollmann & baute die Produktion der Tabakhilfsmittel weiter aus. Der Export der Hilfsmittel erreichte zeitweise den amerikanischen Markt . Darüber wurde der Berei c h der "Fußpflege" nicht vernachläs - sigt. Cerhard Cerlach-Hollmann trieb auch hier die Entwicklung voran . 4 Is Anfang der 50er Jahre JV der Berufsstand der Fuß- pfleger entstand und sich ein Fuß - pflege - Verband formierte , war Cerhard Cerlach-Hollmann einer der ersten , der feste Verbindung zu den Fußpflegern knüpfte. Unter seiner Leitung wurde der Stab der Außendienstmitarbeiter vergrö- ßert, wobei der Fachhandelstreue ein noch größeres Cewicht zukam . Ein expandierender Markt für Fußpflegeerzeugnisse und die Tradition des Hauses Cerlach mit ihrem ausgeprägten Praxisbezug führten zu einer ansteigenden Produktion von Fußpflegemitteln . 1 00 J a h re Edu a rd Ge rl a ch: Dir ek t o r Sc hmid t (IH K), B ür ge rm e i s t e r Poil h e id e ( Lübb ecke), K re i s r ec ht s r a t D r. Link e rm a nn ( Kreis v er w altung ), Ger h ar d Ge rl ac h · Hollm a nn , S t e ll v ertr. L a ndr a t G r eve l ( Kr e i s t ag) I

34. ei den Gemeindewahlen am 9. Nov. 1952 erhielt Eduard Gerlach kein Direktman - dat. Nachdem Rechtsanwalt Dr. Müller sein Mandat niedergelegt hatte, wurde Gerlach am 26. Nov. gemäß § 41 des Gemeindewahl- gesetzes zu seinem Nachfolger ernannt. Bei den Gemeindewahlen am 28. Okt. 1956 erschienen die Vettern Eduard und Carl Gerlach auf der Reserveliste der CDU . . Mandate wurden ihnen nicht über- tragen. Eduard Gerlach wurde jedoch in die städtische Kommis- sion für Grünanlagen und Fried- hofswesen berufen. Eduard Gerlach im Fenster des Hau ses Lange 5 tr. 39, den 5c hütz e nzug grüßend, 2. Juli 1950, mit Paul Kühn u . Carl Gerlach

2. m 2. juni 1960 wurde vor dem Notar Dr. Gerhard Bahre, Lübbe c ke, ein Pachtvertrag unterzei c hnet , an dem die Ver- trag s partner Ingeborg Albrecht als B e vollmächtigte ihrer Großmutter, der Witwe Luise Vogeler geb. Heitzeberg, die in fortgesetzter westfälischer Gütergemeinschaft mit ihren Enkelkindern lebte, einer- seits und Kaufmann Gerhard Gerlach-Hollmann in seiner Eigen - schaft als alleinvertretungsberech - tigter Geschäftsführer der Firma Eduard Gerlach GmbH, Lübbecke, andererseits beteiligt waren. Die Witwe Luise Vogeler verpachtete ihr Fabrikgebäude in Lübbecke, Mühlenbrinkstraße 3, an die ge - nannte Gesellschaft. m 14. juli 1962 wurde in Lotte, Kreis Tecklenburg, in der Gastwirtschaft Kampmeyer vor dem Lübbecker Notar und Rechtsanwalt Dr. Karl Bunke der Verkauf der ehemaligen " Vogeler- sehen Färberei" an die Firma Gerla c h beurkundet. Er s chienen waren Ingeborg Albrecht geb. Hüggelmeyer, Erna Nawratil geb. Hüggelmeyer, Ruth jünemann geb. Hüggelmeyer einerseits und für die Firma Eduard Gerlach E du a rd N a g e l, Ge rha r d Ge rl ac h - H o llm a nn und Dr. E rn s t - R o lf D e t e rt b e gut ac ht e n Ta b ak f o l ie, N ov. 1 96 4 GmbH der alleinvertretungsbe- rechtigte Geschäftsführer Gerhard Gerlach-Hollmann andererseits. Die " Vogelersehe Färberei " war in den Besitz der Firma Gerlach über - gegangen. Sie trug fortan die Be- triebsbezeichnung Werk /I. Hier liefen 5 Folien - Gießmas c hinen und ab 1973 die Anlage nach dem Preßverfahren.

21. Mod e rn e Pr axisei nri c htu n g aneben wurden komplette Praxiseinrichtungen zur Fußpflege verfügbar gemacht. Kein Wunsch der Fachpraxis blieb dabei unberücksichtigt. Zur Zeit werden die Entwicklungen auf die - sem Sektor in Kooperation mit zahlreichen Firmen aus dem hei- mischen Raum vorangetrieben. In dem Cerlach-Ceräteprogramm, wie es sich 1993 präsentiert, fin - den sich Mikromotorabsaug- und Turbinensprayhandstücke, Fuß· pflegestühle und -schränke, die mit dem Know-how der Fach- gebiete Elektronik und Motorbau sowie spezialisierter internationa· ler Hochtechnologie hergestellt wurden. as " ddf Journal, Das Magazin für den Droge- riewaren Fachhandel" berichtete in seiner Ausgabe vom I. Sept. 1983: " Der Vertrieb des Cerlach- Fußpflegeprogramms erfolgt im Inland {Westdeutschland] derzeit - I über 17 freie Handelsvertreter, über den Fachgroßhandel und zum Teil auch direkt. Beliefert wird neben Fußpflegern und Fuß - pflege-Instituten ausschließlich de r Fachhandel. [. .. ] \ Fußpflege Insgesamt 55 Personen sind heute bei Cerlach in Lübbecke beschäf- tigt, darunter eine Reihe langjähri - ger Mitarbeiter. [. .. ] Hinzu kommt die Belegschaft des Tochterunternehmens in Cenua

25. er Kommuna o iti erB uar er ac um Tode Eduard Gerlachs /"0.,/ am /8. Mai /958 in Bad Oeynhausen erschien in den Lübbecker Tageszeitungen, der " Freien Presse" und der "Lübbecker Kreiszeitung", ein Nachrufdes Stadtrates und der Verwaltung. Der Nachruf war dem ehemaligen Ratsherrn, Beigeordneten und zeit- weiligen Bürgermeister gewidmet. Es heißt dort: "Der Heimgegan- gene, der sich in weiten Bevölke- rungskreisen größter Beliebtheit erfreute, hat sich während seiner jahrzehntelangen, rührigen Tätig- keit als Stadtverordneter und als Mitglied in mehreren kommunalen Ausschüssen hervorragende Ver- dienste um das Gemeinwohl er- worben [. .. ]". Die "Freie Presse " würdigte ihn in einem besonderen Artikel und schrieb: ''Trotz der geschäftlichen Belastung setzte sich Eduard Gerlach stets vorbild- lich für die Belange der Bevöl- kerung ein, die er 24 Jahre lang als Stadtverordneter mit Eifer und Gerechtigkeitssinn vertrat. Im geselligen Leben der Stadt stand Eduard Gerlach gleichsam an vor- derster Front. Als langjähriger Kommandeur des Schützenbatail- lons war er der Organisator vieler fröhlicher Stunden". Unausge- sprochen blieben in dem Artikel Niederlagen und Enttäuschungen, die im politischen Leben zwar nicht vermeidbar sind, hier aber wegen der Zeitverhältnisse ein be- sonderes Gewicht haben. ufgewachsen in der Sym- bolik des Kaiserreiches, erzogen im preußischen Pflichtbe- wußtsein, nannte Gerlach sich selbst einmal einen Patrioten. Er war Kriegsteilnehmer im Bewußt- sein, eine nationale Pflicht erfüllen zu müssen. Die Weimarer Zeit mit ihren z. T. chaotischen Zuständen fand in den national-konservativen bzw. rechtsliberalen Kreisen keine überzeugten Anhänger. Die " ge- ordneten" Verhältnisse der Kaiser- zeit blieben das Leitbild - auch für Eduard Gerlach. Noch /947 hielt er den "Sedanstag" für erinne- rungswürdig in seinem Tagebuch fest. Im Jahre /9/3 gehörte

28. stand dem Regime keinesfalls ablehnend gegenüber, hoffte er doch, über die Hitler-Partei den verlorenen Thron wiedergewinnen zu können. Eduard Gerlach feierte am 27. jan. 1933 den einmal obli- gaten "Kaisers Geburtstag" in sei- nem Lübbecker Stammlokal "Ührken" zu einer Zeit, als die "Machtergreifung" der National- sozialisten nicht mehr aufzuhalten war. Derartige Feiern, die der ver- blichenen monarchistischen Herr- lichkeit gedachten, waren den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. Entsprechende Vorhaltun- gen ließen Eduard Gerlach vorsich- tig werden. Obwohl in monarchi- stischen Zirkeln der Stadt derarti- ge Feiern noch stattfanden, hielt er sich zurück. er Lübbecker Landrat v. Borries, ein überzeugter Nationalsozialist, drückte in einem Schreiben an die Stadtverwaltung Lübbecke vom 6. April 1936 sein Befremden darüber aus, daß es immer noch gemeindliche Ehren- beamte (Ratsherren) gebe, die nicht das Vertrauen der NSDAP hätten. Dazu gehörte Gerlach. Parteiamtlicher und behördlicher Druck, vor allem ausgeübt von Kreisleiter und Bürgermeister Ernst Meiring (Bürgermeister von 1933 bis 1938), veranlaßten Eduard Gerlach, im Febr. 1938 in die NSDAP einzutreten. Partei- ämter hat Eduard Gerlach nie bekleidet. duard Gerlach dürfte zu den national Gesinnten gehört haben, die glaubten, ein politi- sches Amt in einem Regime über- nehmen zu müssen, mit dem man zwar nicht sympathisierte, das jedoch, so eine in bürgerlichen Kreisen verbreitete Meinung, Deutschland vor dem Bürgerkrieg bzw. vor einer kommunistischen Diktatur gerettet hatte. Es sollte nur wenige jahre dauern, und Gerlach mußte gegen Kriegsende den verbohrtesten Ideologen die Stirn bieten. it Wirkung vom 18. Dez. 1938 wurde Gerlach vom Landrat zum Vertreter des Bürgermeisters bestellt, weil zwei Beigeordnete zum Militärdienst eingezogen waren. Gerlach wurde Beigeordneter auf Abruf. Vom 30. juni bis 25. akt. 1943 vertrat er den Bürgermeister Dr. Becker, der nach Kauen (Kaunas) in Litauen abgeordnet worden war.

30. - m 10. April setzte die Militärregierung Eduard Cerlach als Bürgermeister ab. Er wurde , wie er schreibt , vom ame- rikanischen Secret-Service ver- nommen. Die Prozedur empfand er persönlich als kränkend. Als Crund vermutete er seine Mit- gliedschaft in der NSDAP. Eine führende Funktion hatte er in der Parteiorganisation nie ausgeübt. Was hatte man ihm, was hatte er sich selbst vorzuwerfen? Er schreibt: " Seit Dienstag bin ich nicht mehr Bürgermeister der Stadt. Ich hätte meiner Heimat- stadt gern weiter gedient " . duard Cerlach fühlte sich betrogen, belogen und hin- tergangen. Seine Tagebuchnotizen sprechen eine deutliche Sprache . "Die Creuel der Konzentrations- Löger kommen zu Tage! Was für Bestien haben dort gehaust. Ein ewiger Schandfleck für die Nazlsr (22. April 1945). ·Welterer sinnloser Widerstand!" (27. April). ·Wann machen sie endlich Schluf!> r (1. Mai). ·Das alles verdanken wir unserem Führer! Der Teufel soll ihn holen! (17. Juni 1945).115 eh hätte meiner Heimat - stadt gern weiter gedient " , dieser Wunsch sollte schneller als erwartet in Erfüllung gehen. Als sich die politischen Kräfte nach dem verlorenen Krieg neu zu for - mieren begannen, war Eduard Cerlach mit von der Partie. Namen aus dem lokalen Bereich wie Franz Welschof, Heinrich Crothus, Clemens Karte, Otto Hein und natürlich Eduard Cerlach selbst markieren den Anfang der CDU in Lübbecke, die sich 1946 als locke - rer Verband formierte. Am 16. Juni 1947 wurde Eduard Cerlach in der " Ratsschenke " am Markt zum Vorsitzenden der örtli - chen CDU gewählt. Studienrat Crothus wurde sein Stellvertreter . Cerlach war evangelisch , Crothus katholisch. Damit war der ge - wünschte Proporz gewahrt. Beide , Cerlach und Crothus, waren Mit - glieder des "Clubs 1841 " . Der Stadtverband der CDU in Lübbecke hatte sich organisiert. Tage buch e intrag u ng , 1 ./ 2 . Mai 1 945

35. er ac •• ber vier Jahrhunderte hin- weg waren die Ger/achs am Lübbecker Schützen wesen aktiv beteiligt. A/s die Schützen- haus-Baugesellschaft 1874 ge - gründet wurde, erwarb Eduard Ger/ach d. Ä. Aktien. Der Bau eines Schützenhauses war zu finanzieren. Die Einweihung des Schützenhauses fand am Sedans- tag (2. Sept .) 1879 statt. Das Kommando des Lübbe c ker Schützenoffiziers·Corps zu Pferde am öst li c hen Ende der Langen Str.: Oberst Ca rl Vogeler mit den Adjutanten August Mencke und Eduard Gerlach , 1932 - -I • - ie Lü L .' '' ' 1/0. ec Eduard Gerlach zu Pferde im Schützenzug vo r L ange Str . 39, 28.06.1928 ützen - • Carl Gerlach, Eduard Gerlach, August Bla se beim Sc hüt ze nfe s t 19 38 auf Pferden am Anfang der Sc hützenstraße, im Hintergrund Gastwirtschaft Bökenkröger

19. Mam mit. Hall die Füße fit. GEHWOL Werbeplakat, Schaufens tergesta l tu ng " .... .... . ... li1 GEHWOL FUS S KRAFT N~ .. b.oI ~ GEHWOL FUSSK RAFT ~ -== Frische, GEHWOl FUSSKRAFT . EXKLUSIVE FUSSPnIGE , ~ GEHWOL A ll el für dos Wohl d ... Fii6e . ....... "' ............ "'. - . ,,- - - - _ .. - ._ .. _- ., GEHWOL FUSSKRAFT ii1 GEHWOL F\JSSKRAFT K ri utmH

37. ie rege Vereinstätigkeit der Familie soll hier nur an einigen Beispielen aufgezeigt wer- den. Die Gerlachs gehörten nicht nur mehreren Vereinen an, son - dern beteiligten sich auch an Vereinsgründungen. er älteste Verein im Stadt- gebiet von Lübbecke ist der " Club /84/ " . Er wurde als Hono - ratiorenclub gegründet und beein- fluß te einmal maßgeblich die Stadtpolitik. Ludwig Gerlach, sein Sohn Eduard und dessen Sohn Eduard waren Clubmitglieder. Letzterer wurde /95/ Ehren- Clubdirektor. Jobst-Peter Gerlach - v. Waldthausen ist seit /990 Clubmitglied . Gedenktafel zur 2Sjä hrig e n Mitgliedschaft im Deutschen Drogis t en - Ve rb a nd, 1873 - 18 98 lIhmfrd!l~ u-gtlitU - li tt.bau'b mUlme! ljierm (E'b. ®tda:cq in 1Lii.bbtdtt in lJaltrt~m:e\: Jitnedtennung feimt freuen. 25 jäf!rigrn llihfglid1fdiafl bier e <!hlrfnlttaffL ]JCl,.' '19ur Jl anb bcs :pcllfr d !tn :Druoi ll c n- l)erban brg. ~. (j.fowJ,f.iJ~ tlltlli'mb n . - - - - .

17. • • •• le so 1 t • er e gesc a ten a uch das Ausland wurde verstärkt auf die Cerlach- Produkte aufmerksam und trat an das Lübbecker Unternehmen her- an, um sich die Verkaufsrechte zu sichern. Cerlach erschloß sich einen stetig wachsenden Export- Markt. Neben den Produkten für die Zigarren industrie bildeten die neue CEHWOL FUSSKRAFT-Serie, die bewährten Produkte CEHWOL 8alsam, CEHWOL flüssig, CERLA - SAN achselfrisch und COLDCEIST FORTE einen nicht unbedeutenden Anteil am Umsatz. ie Unternehmensstrategie im Ceschäftszweig Fuß - pflege, die unter Cerhard Cerlach- Hol/mann entwickelt wurde, erweist sich auch noch heute - n unmehr 30 jahre später - als richtig. Denn mit dem frühen Engagement für den Fußpflege- markt konnten schwindende Märkte - wie z. 8. die im Produk- tionsbereich der CTF 8andtabake und des EDUIT Feuchtpuders - erfolgreich kompensiert werden. Entsprechend wurde zu keiner Zeit Fremdkapital benötigt, um den 8estand des Unternehmens zu sichern. Cerhard Cerlach-Hol/- mann hatte mit der Umgewich - tung der Produktionszweige eine solide geschäftliche 8asis geschaf - fen, auf die sich die Kunden jeder- zeit verlassen konnten. ie soziale Fürsorge für die eigene Belegschaft war immer ein besonderes Anliegen der Firmenleitung gewesen. So gründete Cerlach z. 8. am 21. Dez. 1973 ein betriebliches Versorgungswerk, das Mitarbei - tern eine Zulage zur gesetzlich festgelegten Rente sichert. e Basis erhard Cerlach-Hol/mann starb am 5. Febr. 197B. Er hinterließ keine Kinder. Klaus Cerlach-Meinders, Enkel der Lucie Cerlach (verh. mit earl Cerlach) und jobst - Peter Cerlach - von Waldthausen, Enkel der Helene Cerlach (verh. mit Fritz von Waldthausen) waren bereits von Eduard Cerlach als Nacherben ein- gesetzt und von Cerhard Cerlach- Hol/mann adoptiert worden. Lucie und Helene waren Schwestern von Eduard Cerlach .

33. icht nur in Lübbecke hatte die britische Besat - zungsmacht ganze Häuserzeilen beschlagnahmt und eine Spen- zone eingerichtet, sondern auch in Bad Oeynhausen und in Herford. In beiden Städten bildeten sich 1947 die Notgemeinschaften der evakuierten Bürger, die späteren Notgemeinschaften der Besat- zungsgeschädigten. Nachfolgend bildete sich auch in Lübbecke eine Notgemeinschaft, die sich Notge- meinschaft der Hausverwiesenen nannte. Aktives Mitglied war Eduard Gerlach. Er erklärte sich solidarisch mit einem Brief, den die Notgemeinschaft am 21. Jan. 1950 an Bundeskanzler Adenauer richtete. Der Brief sollte den . Kanzler auf den Besuch einer Delegation der Stadtverwaltung Lübbecke vorbereiten. Es war bekannt geworden, daß sich der Kanzler am 8. Febr. in Bad Oeynhausen aufhalten würde, u nm hier Gespräche mit den Briten Z /JII führen. Die Notgemeinschaften wollten die Gelegenheit nutzen. Dem Kanzleramt wurden Vor- schläge gemacht, wie eine teilwei- se Freigabe der beschlagnahmten Häuser zu erreichen sei, nämlich durch bessere Nutzung des ohne- hin beschlagnahmten Wohn- raumes. Erreicht hatte die Lübbecker Delegation so gut wie nichts. Die Notgemeinschaft warf ihr später vor, sich nicht genü - gend für die Belange der Bürger eingesetzt zu haben. / / 6 ach all den Enttäuschun - gen und Brüchen im politi - schen Leben muß es für Eduard Gerlach eine Genugtuung gewesen Emblem v on 1 862 sein, als ihm während des ersten Schützenfestes nach dem Zweiten Weltkrieg am 2. Juli 1950 eine spontane Huldigung entgegenge- bracht wurde. " Am [Sonntag] hielt der Fackelzug [der Schützen] vor dem Hause Lange Straße 39 und das Deutschlandlied wurde ange - stimmt " . Zu dieser Zeit war das Schützenfest noch ein Bürgerfest, so daß der Huldigung eine allge- meine Bedeutung zukam. VORSTAND bu IN LUBBECKE.

27. er symbolische Hände- druck zwischen Hinden- burg und HitleI' am 'Tag von Pots- dam", dem 2/. März /933, ver - fehlte auch in konservativ und nationalliberal eingestellten Bürgerhäusern seine Wirkung nicht. Obwohl das Verhältnis zwi- schen dem Lübbecker Kreisleiter und zeitweiligen Bürgermeister Ernst Meiring und seinen örtlichen Gefolgsleuten einerseits und dem Fabrikanten Gerlach andererseits nur als distanziert bezeichnet wer- den kann, blieb Gerlach im Stadt- rat. Meiring wurde als ein Wichtig- tuer und Parvenu angesehen. Als Meiring am /. Mai /933 vor den aufmarschierenden Einheiten her- paradierte, fanden viele Lüb- becker den Parademarsch eher komisch und brachen in Gelächter aus. Auch HitleI' wurde von altein- gesessenen Familien anfangs eher belächelt - ein folgenschwerer Irrtum. Eduard Gerlach im Zug des Kriegervereins vor Lange Str. 39, Verbandsvorstand, 1. Mai 1933 m 3/. Aug. /935 wurde Eduard Gerlach gemäß § 48 der Deutschen Gemeindeord- nung vom 30. jan. d. j. zum Rats- herrn ernannt. 112 Obwohl in der Gemeindeordnung von Selbstver- waltung die Rede ist, war sie nichts anderes als ein scheinlega- les Mittel, um der NSDAP den direkten Einfluß auf die gemeindli- chen Gremien zu sichern. Als Gerlach zum Ratsherrn ernannt wurde, gehörte er nicht der NSDAP an. War es Pflichtbewußt- sein, das ihn das Amt annehmen ließ7 War es der Glaube, seinem Vaterland und in besonderem sei- ner Heimatstadt dienen zu müs- sen? Die Familientradition wird eine nicht unwichtige Rolle ge- spielt haben. Denkbar sind nach- haltige Einflüsse des kaiserlichen Deutschlands. Adelige sympathi- sierten nicht nur mit dem Hitler- Regime, sondern waren aktive Mitglieder der NSDAP. Der Kaiser selbst im niederländischen Doorn

29. m 20. April 1943 zog sich Gerlach eine Rüge der "Deutschen Arbeitsfront", Gauver- waltung Westfalen-Nord, zu . Adressat war nicht nur Eduard Gerlach persönlich, sondern auch die Belegschaft seiner Fabrik. Führende " Gefolgschaftsmit- glieder " im Gerlachschen Betrieb waren ihrem ideologischen Auf- trag nicht nachgekommen. Junge " Gefolgschaftsmitglieder" hatten sich geweigert, untergeordnete Arbeiten zu übernehmen. Sie wären " renitent ", wurde Eduard Gerlach vorgehalten. Der Kreisob- mann Grube hatte die Zustände im Gerlachschen Betrieb kritisiert und von der " Deutschen Arbeitsfront " Gegenmaßnahmen verlangt. Is deutscher Patriot hatte Gerlach an den Endsieg der deutschen Wehrmacht ge- glaubt. Eine ernüchternde Be - trachtungsweise, vom Zweifel genährt, gewann allmählich die Oberhand. Am 6 . August 1944 notierte er: "Sorgenvolle Stim - mung über die Kriegslage " . Am 17. Sept.: "Grosse Sorge! Was wird? " . Offen bekannte er: " Ich sehe trübe in die Zukunft!" Is sich der Krieg dem Ende näherte und die endgültige Niederlage abzusehen war, ließ sich Gerlach nicht von Durchhalteparolen beeindrucken. Er hielt jeden Widerstand für sinn- und zwecklos. In der Ratssitzung vom 30. März 1945 beschlossen die Ratsherren Vogel, Wind, Röwekamp und Korsmeier unter Vorsitz des Beigeordneten Gerlach, die Stadt nicht zu vertei- digen, um Zerstörung und Blutver- gießen zu vermeiden. Der Rats- herr Hehemeyer hatte vorher den Sitzungs raum verlassen. / / 3 In sei- nem Tagebuch notierte Gerlach am 3. April, wenige Stunden vor dem Einmarsch der Alliierten: "11.00 zum Landratsamt: Übernahme des Bürgermeister- postens. 16.00 zur Kreisleitung {Haus Osnabrücker Straf!e Nr. 4} mit Ratsherrn: {ehem. Kreisleiter Meiring} gezwungen, Lübbecke nicht zu verteidigen". Am 4. April: "11.40 die ersten amerikanischen Wagen passie- ren die Stadt {Lange Straße}. Lange Kolonnen folgen. Zum Rathaus in Erwartung des Kommandanten. Gegen '9.00 erscheinen einige {amerikanische] Offiziere. Ich werde zum Bürgermeister - Staedman - ernannt. Beratungenf Am 5. April: "Von früh bis spät auf dem Rathaus. Verhandlungen mit dem Pub- likum + der Besatzung. Viel Aufregungen". 1 14

39. m Jahre 1813 trat Eduard Cerlach d. Ä. dem " Deut - schen Drogisten Verband " bei. Sein Sohn Eduard Cerlach trat 191 I dem Verband bei und erhielt im Juni 1936 die goldene Verbands - nadel. Außerdem war er Beirats - mitglied der Cesellschaft zur Förderung der Deutschen Dro- gisten - Akademie Braunschweig. Er gehörte ferner dem Lübbecker " Männerturnverein Cermania von 1865 " an und dem Kvffhäuserbund. Als nach dem Zweiten Weltkrieg im Dez. 1948 die Kulturvereinigung des Kreises Lübbecke aus der Taufe gehoben wurde, gehörte Eduard Cerla c h zu den ersten Mitgliedern. Am 10. Febr. 1950 war Cerlach Cründungsmitglied des Lübbecker Verkehrsvereins. Die Cründungs - vers.ammlung fand im "Deutschen Haus " (Wiemer) an der Langen Straße statt . .. • • . . ' ".:' . . je~kßtte • • " • .' , ' • . . . • , , , - ' Wehrt, , , . . \ , • , , . . , .~ . ' . . . . . btt }ut ' l tl , ~ . . . : : . ;;::;~

20. er Erfolg dieser Firmen - strategie ließ nicht lange auf sich warten: Vor allem das Läusebekämpfungsmittel GOLD - GEIST FORTE und das Programm "Rund um die Fußpflege" trugen liI GEHWOL med ~ Nagel - und Haubdlutz Öl ~" ...... ~ ung ...... ..,. 1'1 ... 1>0101. pll~ NI~I UM Haul ....... c~ """ . ~ GEHWOL med S ortim e nt liI GEHWOI. med . Nagel. welcher V . fMl~1 Einw."n .. n ..... Nagel """ ". "' • ve,ho<nungon "'<.11\ .u. N fgel_ llaut . taOlloch Nic/'Ij ... Oie -- ' ~ ~ ."m,e $ schnell zu der positiven Entwick - lung des Unternehmens bei. Auch die Apotheker vertrauen immer mehr auf Gerlach. Denn das hoch- wirksame und fachhandelsexklusi- ve GEHWOL-Sortiment gibt ihnen die einzigartige Gelegenheit, Schritt für Schritt den Fußpflege - markt zu erobern, ohne sich dabei dem Preisvergleich mit verbrau - cher- oder drogeriemarktorientier- ten Marken stellen zu müssen. ntsprechend wurden die Fußpflegemitteiserien in den vergangenen Jahren ständig er- weitert und anspruchsvollstem Standard angepaßt. Eine weitge - fächerte Palette wird inzwischen dem Fachhandel angeboten - von der bewährten GEHWOL FUSSKREM bis hin zu GEHWOL med, das Ende der 80er Jahre eingeführt wurde.

31. • ür die Gemeindewahlen am J 5. Sept. J 946 war Gerlach als Kandidat nicht aufge- stellt worden. Vermutlich war sein Entnazifizierungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Am 2. Okt. J 941 wurde er von der Stadtver - ordnetenversammlung als Beisit- zer in die Hafenkommission ge- wählt. Damit war nach dem Krieg der erste Schritt in die städtischen Gremien getan. Lübbecker Haf e n am Mittellandkan a l, um 19 3 0 ei den Gemeindewahlen am J 1. Okt. J 948 errang Gerlach ein Mandat für die CDU. Die Wahlen wurden ein Erfolg für die CDU in Lübbecke. Sie erhielt J .711 Stimmen, die SPD J .599, die KPD J 18. Auf die CDU entfielen 5 Sitze, auf die SPD 4. Für die CDU kamen in das Stadtparlament: Fabrikant Eduard Gerlach, Friseur- meister Clemens Korte, Maler- meister Otto Hein, Landwirt Karl Schmidt, Amtsgerichtsrat a. D. Franz Welschof. Für die SPD: Gewerkschaftssekretär Heinrich Hülsmeier, Schriftsetzer Wilhelm Pollheide, kaufm. Angestellter Heinrich Wiermann, Abteilungs- leiter Friedrich Hopmeier. Franz Welschof wurde Bürgermeister. Harten politischen Konfronta- tionen ging man im Stadtparla- ment aus dem Wege . m Jahre J 949, als die ersten Bundestagswahlen anstanden, richtete Eduard Gerlach deutliche Worte an die "Freunde der CDU " . In einem Rund - brief schrieb er: " Fragen Sie den einfachen Mann auf der Strasse. Weiss er, worum es heute geht? Weiss er, für welche Ziele die CDU kämpft? Kennt er unsere Pro- grammpunkte? Fragen Sie ihn - und Sie werden erschrecken, wie ahnungslos und unpolitisch er durch die Strassen geht. [. .. ] Unsere Punkte müssen Fanal wer - den' Wir brauchen Propaganda' Propaganda kostet Geld, denken Sie daran, wenn sie sich in die Liste eintragen. Jede Mark er- obert, jede Mark macht uns stär- ker'

8. 1868-1910 1910-1958 1958-1978 seit 1978 DlE FAM1L1E -- GERLACH lN LUBBECKE • FABR1KANTEN • Eduard Gerlach 1840 - 1910 <D Elisabeth Barre 1851 - 1925 Eduard Gerlach 1882 - 1958 • ••• • • '. E l se G e rl ac h 1 8 7 9 - 1 963 <D Dr . T h eo d o r H o llm an n 1 8 74 - 1 9 1 9 • • • • • • '. • • • '" Gerhard Gerlach - HoJlmann 1908 - 1978 <D Anni Steinbrecher 1909 - 1986 • •••• · '. • • · '. • • '. '. • • '" Hans Gerlach-HoJlmann 1902 - 1958 '. · '. • • •• · '. '. · '. '. Klaus Gerlach-Meinders 1941 Y Jobst-Peter Gerlach- v. Waldthausen 1947 <D Gisela Bley A 1950 Luci e G e rl ac h 1 88 7 - 1 93 4 <D Ca rl G e rl ac h 1 885 - 1 969 A nn e li ese Ge r lac h 1 9 1 3 CD Dr. R u d o lf M e ind e r s 1 9 11 - 1 9 4 3 H e l e n e G e rl ac h 1 8 77 - 1 96 1 <D F ri tz v . Wa ld t h a u se n 1 8 7 3 - 19 35 H a n s Co nr ad v. Wa ld t h a u se n 1 909 - 19 69 CD Wilm a Ste llin g ••••••• L e ibli c h e A b s t a mmun g A d opt i o n o Gesc h w i s te r Firm en l e itung

38. duard Ger/ach d. Ä. gehörte, wie auch später sein Sohn, dem' 814 gegründeten Krieger- verein/i ? und dem im se/ben Jahr gegründeten VersChönerungs_ verein an // 8 , aus dem der Heimat- und Wanderverein hervorging. Außerdem war er Mitglied des " Weser-Berg- Vereins " . • \ Gemeinschaftliches MiHagessen . . iI Mk. 1,50. Bö-ta.l Woallmann. - S p e i sc nfolt;c: Bouillon Schellfisch Kartoffeln Butter und .- Rostbeef Kalbsbraten ts Salate, Compo Wein-Crem Butter und Käse Dessert- i I i Wein· Sorten. Frauisl.ohe. - •• set. ! ßraunlaek . . . pr. }< ' I . M . 1 , 50 SL Julicll . . . pi', n M . 0 - Gelhl:.ck ... ~ • . _, Trarh :H: h .Sc I.l ossbg.. • • :.1 ,- E.-dener ' I'I 'eJl pchen. • • 4, - nellL Oppenh. G o ld bcrg ( Bl oc h ) • . .• • Wiukl e .. H nse n sp l"tlll g • M nrcob runn er . .• • Li ebfrauenmilch .• • • !,2b • 2.50 ,, - • o. · '. - Pontcl C:lIlel. . • • C h aleau Milan . • • .... streue. H eJt l s i ck M o n opole • Kai sersekt (MaUl!. Moll e r ) • . .• Hub c rlus sc l:l . . • • • • , - F, W crne bm 't· i n Ln bbeeke. Druc.,;: \'on. '" • 2,75 • 8, - • 11 . - • 7 - • • 5 - • General vers ammlung de s Weser - Berg - Verein s, Programm , 21. Juni 1896 • • ------ -- - -- ---'

3. ~übbecker Zigarillo-"Mantel" eine Sensation r für den Raucher wird SO Prozent , , Nach langer Versuchsreihe ein Erfolg aus dem Labor Von Kurt Linnenbrügger " L ü b b eck e (Eig. Ber.). Die Sensatian heiSt Umhüllung. Sie ist zugleich Umblatt, das bei Zigarillos die Krebsgefahr um 50 Prozent verringert. Dieser "Mantel" wurde im Lübbek- ker Gerlach-Untemehmen entwickelt. Er baut Clen karzino- \ genen Tabakteer ab. Experten, die fachbezogen von TabalC· , folie' sprechen, frohlocken: "Das ist ein Fonchungserfolg, der das Rauchen weniger gesundheitsschädlicamacht." ) Bei Arbeiten im labor: Or. Oetort (sitzend) und Wilhelm BuchhalL Ober 100 Jahre alt ist die Firma, die sieben Produktions- gruppen unterhält uDd sich bemüht, d i e Krebsgefahr bei Zigarren, Zigarillos ' und ' Ziga ~ retten zu bannen. Laborleiter . - Or. Ernst-Ralf Detert und se i n Mitarbeiter Wilhelm Buchholz versicherten: "Es waren longe Versuchsreihen notwendig, um s o ein Forschungsergebnis 2U erzielen . " Im Haus, wo die Farbmat - tierung für Zigarren erfunden wurde, wird enger Kontakt m i t Forschungsinstituten in Europa und Obersee geholten. M i t New York StilIweIl & Glod· ding, Stockholms Svenska T 0- boles und Osterreichs Krebsun - tersuchungs-Institut In Wien werden . Arbeiten ausge - tauscht, und der wissenschaft· liche Kreislauf zahlt sich aus. "Wir hoben keine Geheimnj.s- s e; denn uns bewegt gemem - sam das Interesse, den ,blau- en Dunst' vom scharfen T 0 - ok zu befreien", wird in Lüb - becke erklärt . schwarzer, stinkender Qualm r i llos . is t gemindert, d ie liga - om ehesten den greulich stygi- rette soll "entschärft " werden - schen Sch9den des höllischen und wie sieht e s bei der li- Apgrunds gleicht", soll durch garre au s ? In lübbecke w i rd \ die ' T abakfoli ~ .t=:u~ ::e in~ ~ ~ - ~ _ ,"iCh t verschwie g en , daß auch ''': s chung aus Tabakpulver, die hier dos Rezept Tabakfol i e b e - ~ mi j Hilfe oi'gal1iSche re lösung s . ~ n~ 1: eit S! l angewendet , wird . Unter -' t mittel zubereitet wird - t(nter suchungsresulf ö fe s tehen n o ch Kontrolle gebracht werden . aus . Jedoch bestimmt die Ta - Für den "kontrollierenden bakverordnung: "Zur Herstel - Griff' sind nach erfolgreichen lung von Einlagen für Zigar- Labortests über 8500 Kilo- ren, von Zigaretten und von gramm Tabakfolie für For- Rauchtabak werden Tabakfo - schungszwecke produziert lien mit einem Geholt on Ta ;....- worden . bak und Tabakstaub von min- Professor - Dr . Walter Don- tenwills Forschungserfalg ba- siert auf dem ostwestfälischen Folie-Verfahren. . Der Leiter des Hamburger Forschungsin - stituts ~ der Zigarren-Industrie • hatte erst neulich mit einem aufsehenerregenden Versuch von sich reden gemocht . destens 75 vom Hundert der Trockensubstanz b i s z u einer Höchstmenge von 2 0 ;v om Hundert des Tabakant eil s zu - gelassen . Bei ZigorrEm mit Umblatt aus Tabakfolie ver- . mindert s i ch die Höchstmenge um dos Gewicht de s Umblot - te s. " 13000 weißen Möusen und sy - Entscheidend is t s o r ' :' rischen Hamstern hatte er d r ei der Z i garre die G -. Jahre lang Zigarettenrauch i n - ge . Es w ird o b .. .. halieren la s- sen. Dabei stellte nicht daran sich heraus, daß die Fol i e- der Veror ~' " zigaretten für die Gesundhe i t Zeit eine '" weniger geföhrlich sind al s tion" bei d Oie Angewohnheit, die noch die "Glimmstengel" herkömm - sogt, eine La ..: t önig Jakob I. "dem Auge wi- licher Art . Professor Oonten - und dann kc erwörtig, der Nase verhoßt , wills Fazit: "Oie Foliezigarette / garre m i t Fal l' ~m Hirn schädlich, den Lun · /" kommt bestimmt." niger II gesun ~n gefährlich ist und de r; s rf . Dos Raucherrisiko bei Ziga - qualme n. I w es tf ä l isc h e" ' k I a u s N e u e ze itung sa rt'h ;a b a kf o lie üb e r Ge rla c . , Foto: Bartacha • d t e n \ 96 7 we rk \\ vo n N o r o s '

1. - I I Production of GTF Tobacco M Homogeniser 115 metres In length Drylng ehanne Tobac co powder Binder Solvents P lasticiser . C .EJ Mixer :.: A olling unit o o 1 957 - 1972 process Solven t -pour i ng 8 m / min . n approx . 25 kg / hr Speed 01 producllo 250 kg / hr Capa~ity of sotvenls Insertion f roduction' Im I I I Solvents Rec overy ! 15metre Dry l ng chan ne s l n length • !O ""!iii. I • I ) er @ CI ) roeess 'rom t973 S Ivent-roll i ng p 55 m / min o . n approx . 175 kg / hr Speed of productlo 125 kg / hr Capa~ity of solvents Insertion . , 1 od uctlon Area 0 pr . Production space 84m' 254m ' Tl/ · Artike/ über G e r/ach TabakfOlienher s teliung , Fließbi/der des Gieß · u . des Preßverfahren s ie VOge l er _ sche Stückfärberei an der MÜhlen _ brinkstraße in Lübbecke war vOn den Erben des Fabrikanten earl VogeIer an earl Gerlach Ver - pachtet Wor- den. Es zeigte sich in den frÜheren "Vogelerschen Färberei " war nicht mehr aUfZUhalten. Es War nUr eine Frage der Zeit, bis der Betrieb schließen mUßte. Am 22. Jan. 1958 Schrieb Eduard Gerlach der Generalbevollmäch _ tigten der Erben VOgeler, Ingebo rg Albrecht, Osnabrück: "Die L Ohn- färberei ist eine sterbende Indu- Strie. Die Webereien färben und rÜsten se l bst aus. DemZUfo l ge Area 0 i;on space' produktion space Pr oduc duction areas and processing . . 9 pro d tobacco concernln ateriats an • The data g e of raw m operations , stara recovery da not include 50 er Jahren, daß die Fär - bereien als eigenständi_ bewegt sich aUch der Umsatz des Herrn ear l Gerlach aUf einer ab - steigenden Linie " . as Werksgelände erwies sich bald als Zu klein. Die beengten räumlichen Verhältnisse ZWischen Bäcker _ und Lange Straße boten keine Ausdehnungs. möglichkeit. Unerwartet ergab sich eine Lösung. ge Betriebe im kennzeichnet durch zUnehmende Rationalisierung, nicht mehr beste- hen konnten. Es War für earl Gerlach eine finanZielle Entlastung, als Eduard Gerlach einen Teil der Räume in der Färberei an der MÜh- lenbrinkstraße Übernahm, Jedoch der Wirtschaftliche Niedergang der -

7. , • ~ , • I I • • STAMMBAUM • GERLACH • HÜGGELMEYER • - ~ - - - - ~- - - - ..--::::::: - ---- -- . - . ..•. . - ~ - ·YOGELER • rich Ludwig Ger l ac h 1 770 - 1850 CD • - -- . -- --- - -- .- -,- - - -- - -~ - - . --- - -- - -- - . - ._-- --- - - --- - - - - .. - - . . - - . ~;;;.. . . - - Fr i eder i ke Auguste Mü ll er -:::=:_== . ~::::::-:: . ::::-:;=::;:::c;;.:. . _ _ . __ ,:,-:c-",:::;;:" ~:::::~ 1 ~ 79 ~ 8 ~ - ~ 1 8 ~ 3 ~ 7 ~::: _ ~ __ ';': ~:=- . -::_::-:,:=- - ~": _ - -.,. . _ _ ~ ~ .. · - - - :e' ; •. - - ~---- . -- --- . - ~ - " . - - - - .- - - - Heinrich Ger l ach _ . - _ _ - - Hügge l meyer 1 887 - 1 945 CD Liese-Latte Vogeier 1 822 - 1883 CD C l ara Amanda We n dt 1 829 - 1 864 Marie Ger l ach 1 861 - 1 92 1 CD Julius Hügge l meyer 1 85 1 - 1925 - , • • . - . "\,'" \ \. . I I. I' 1 89 1 - .;. 1 9 ;;.; 4 ~ 5 =--r'f • { 1 1 UI .' Jfl I I /..> Erna Hügge l mexer, verh . Nawrat l l 1 9 1 1 Ruth Hügge l meyer, ve r h . Jünemann 1914 - 1 986 l nge HÜÄlb l meye r , verh . recht 19 1 2 K l aus Hügge l meyer 1 92 1 - 1 945 - - • • • r i e (Mieze) Hüggelmeyer 1 890- 1 976 CD Dr. Ado l f Mü ll er 878 - 1 9 - • • ~ ~ Marie-Lu i se (Ma rl is) Mülle r 192 1 - 1 992 - - ,;- • ... :;.-:: , , , • ~ • " - I..X • ,\ . .... - . - ", • - ".. ~ • - • • .... , Hügge l hof um 1900

32. \ I Sie wissen , um was es b . al/er K " el den in .. .. urZe stattfindenden Wahl I ur das Bund en esparlament ermöglich ' geht- S en Sie durch Ihre pende, dass es auch . erfahren ~ die anderen . enn Wirgew ' g e . Innen wlnnen wir . I ' Vle - Wenn . Wir ver- lieren / . , ver leren wir all Sie daran l " _ D ' es. Denken . le Bundesta len Fand gSWah- I' enam14A statt I . ug . 1949 . m Stadtgebiet L " bb War ei u ecke ne Mehrheit für . verzeichnen. die SPD zu • - - . . Christlich - Demokratiiche Union - . lObbeckti i. W., de~ .. .. ?()~ " .. ~1J.l'l . j: .. } . 9. . Li:9 - dei Kreises Lübbecke . , - Niedetnstra&_ 37 Kreisgeschiiftsstelle . F.,",.f N, . mr 1425 , , 1" -'--- ·' T- -- .. , . I ' ! . ! • , , t I t • . i "- = . .......;._-.( ~ ~ - - I - " . - - .... , . " I 1'-''''''' t - t I . '~ I ~_ t. r.· \ "" .~ . - Sie • werden hiei'mi t zu einer • • , i ! . } ~ , . . . . tn(:~~;t .. _ ... ,.- .- . ... .... ~ .. - .. : .. . J .. / Mltglieder-Versamm1ung • • I . _ ' _ ' • _. _ _ _ ... _.1 .. , 1 n ' de r Ga s tW1 r t · s cha f t .. 9~~ .... Ii' _ J. .. : ~ . k .. . . ~I.l.$::j.,~ .. P .. _ JAP..g~ßt:r?$, . s e . 32 am g - M ittwoch - g_ . , l - . . . .. eingeladen . . Um lJ). ünktliches Erscheinen wird ge.beten. " 1. 2. 3 . 4. • I Neuwahl des Vorstandes, Grundges et z, Referent: - Rektor-i.R. _ Hardt~ Organj sationsfr ag en, Referent: Kreisgesmäftsführer Verschied ene s. Brands, .. .. '. - • • I • Mit freundl. Gruß I ' gez. E duard Ger1ach, 1. Vorsitiender. , • '. • • • - .. ------ - --

9. aus ach del17 T- ode Vo E. . Cerla c h n duard ging d ' al17 18 •• . le Ceschäfts ' . "'al 1958 Neffen H leitung an . ans Und r seine HolZ verha A l17ann " b Yt" Ce' u er r,ach_ • • Dr. SCHNITZLER OIfußbad , .u l h . E l nUuf o . MWS1 p . Stdt . DM Faltschac:htel mit 2 Röhrchen für je 1 Fußbad 0 . 48 48 Faltschachte l n Im Verkaufakarton GERLAPIN <I> -Flchtennadel-Badezu .. tz 1 a • 125 ml-Flaeche (Glaa) In Faltac:hac:htel 3 , 10 01 b 1 ltr . -Kunttatoff-Flaache 11.- RHEUGERLAN <I> ApoIhek.npfllChtlg 12 75 ml..flaeche (Glal) In faltachachtel 1.70 GERLAN<I'-Spltzwegerlch .. ft 808. 75 mi-Flasche ( Gla8) 1 . 36 806 b 150 ml-Fl .. che (GI .. ) 2 . - GERLAN <I> -Fenchelhonlg 1!03 75 ml-Fleeche (GIu) 1.20 • GERLATOL-Fleckwa ... r S03 100 ml - Fleeche (Glaa) 2 . 52 Apothekenpflichtig 801 300 ml-Flaache (Glaa) In Faltec:hacnte l 318 GOLDGEIST<I> Konl.kUneekU,ld Apothekenpfllchl;g 101 15 ml-Flaac::he (Gla.) In Faftadlacntel 2.00 702 • GOLDGEIST i!l -Schaum-Konzentrat 80 mi-Flasche (Glas) i n Fa l techaehtel 2- • Di .. e Prelaliate enthalt nur einen Te ll der Ger I ach - P r SI par a t e . 0 . 72 - 2 . 04 3 . - 1.80 - - 3.- 0 . 80 - - 2.25 3.35 2.- - - 3 . 35 AMPUTAN<!>-Stumploalbo GERLAC H<!> erometiache EiHntinktur ZInk.... Prelee .uf A"'ge GERLEX ~ -PfI.nzenechld­ Iingsbekimpfungamiltel GERMON ~ -SprilhdO_ GERMON<!>- Bewurulung.puder PfLanzenwucha.totr .ee f· für d i e Pflanzenanzuch:t Aue.rde'A W..,. wir unaer8 Prlpal'llttl euch In Gr08peckungen al. Kabinettw.r •. Mit El"IChelnen dieser Liste werden d i e Pre i ae aller früheren GERLACH-Preislisten ungü lti g . • FOr die m i t • versehenen PrAparate wird be i dutzendwe i ser Abnahme außer dem nor- malen Mengen - und Abach:lu6rabatt zuaätzl i ch e i n N. t ur. Ir. b • t t vo n 1 Packung je Dutzend gewahrt . Für die mit •• versehen en Präparate werden 2 Packungen je Dutzend _Ihr! . EDUARD GERLACH • GEHWOL-FABRIK • Gegrllndet 1888 4890 LOBBECKE (WESTF) DEUTSCHlANDS ALTESTf: FUSSPFlEGEMITTEl.fAIIRIK .• ' ~ E:_"""'" (05741) 80211/29 - Orehtw"'" EOGER LOB8ECKEWESTF unter er ac e Hans ~ . ar Seit 1927 Seit 1932 . und Cerh 1117 Ha .. ard Waren von Us tatig. Seide P r ei s li s te 72 3 " F U ß P f l ege g " I I E ) fur E in z e lh • u tl g a b 0 / 0 a ndel a hn . 3. / 97 2 e ·v· €''G GEHWOL ® PREISLISTE NR. 723 (E) a..t . --Nr . Pr.pant und PKkunourt GEHWOL <I> .'1M"Il",.,iH,t • GEHWOL-Flüaalg l02b 60 ml-Sprltzfla.che (G I •• ) I n Falt,chechlel 1 , 92 2 . 88 3 . 20 102d 80 ml · Sprühtlsache (Kunststoff) 2 . - 3 . - 3 . 35 GEHWOL-Fußapray 127 175 g-Spray-Doee 2 . 90 4.35 4.85 • GEHWOL-Balaam 109. 50 mi-Tube in Fatllchachtel, 12 Tuben I m Verkaufekarton 1 , 56 2.34 2 . 80 l09b 110 ml-Famillefttube In Faltschecht.' 2 , 84 • GEHWOL-Fußkram 101 b 25 mi-Dose 0 . 96 1,44 1,80 101 c 50 mi-Dose 1.44 2 . 18 2.40 101 f 60 mi - Tube i n Faltechachtel. 12 Tuben im Verkeufakarton 2 , 46 3 . 6 9 4 . 10 • GEHWOL-eztra 136 60 mi-Tube In Faltadlachtel. 12 Tuben im Verkaufskarton 2 , 12 3 , 18 3,55 GEHWOL-Fußpuder 106 a 50 g-Alu - Streud08e 106 b 60 g - Nachfüllbeutel • GEHWOL-Funglzld-Crame 124a 1S mi - Tube In Faltechach:tel • GEHWOL-Funglzld-Flü .. lg 124 b 2S ml-Sprltzflasehe (Glas) in Fa l tec:hach:tel • GEHWOL-Funglzld-Puder 124 c 15 g-Kunatetoff-FlalChe In Faltachachtel • GEHWOL-Hilhneraugenpflaater 112 Fenaterbrief mit 6 Pflaatem • GEHWOL-Homhautpflaater 121 Brtef mit je 3 Druckac:hutzringen u . Wlrhtoffpflaatern • GEHWOL-Ballanpflaaler 120 Brief m i t je 3 Drudtac:hutzrlngen u . W i rkatC'lffpflaatern 1 . 09 0 , 56 2 . 03 2 . 30 1.94 1,10 1 . 62 1.62 1 . 64 0.64 - - 2,91 1.65 2.43 2 . 43 1 . 80 0 . 95 - 3.25 1.85 2.70 2 . 70

24. Mitarbeiter der Firma Gerlach am 24.08. 1993 Namen der M i tarbe i ter von oben lin k5 nach unten recht5 Stand - Nr.: I . Ziffer ~ Reihe von oben; 2. und 3. Ziffer ~ Platz von Iink5 Bei5piel: Stand - Nr. 70 I ~ 7. Reihe von oben, 1. Platz von link5 ~ Willi Korsmeier 101 Sylke Domke 102 Monique Vetter 103 Martin Rosenstock 104 Nicole K l eine 105 Friedrich Breitensträter 106 Peter Keil 107 Marie - Luise Boss 108 Wi l fried Gerdom 109 E l isabeth Waskett 11 0 Mon i ka Kö h me 111 jürgen Schopmeier 11 2 Dirk Beckschewe 11 3 Frank H ülsmann . 1 14 Artur Zak 11 5 K l au5 Poweleit 116 Ingrid Berner 201 Elvira-Sylvia Kütemann 202 Käthe Habermann 203 Monika Hornby 204 Gudrun Engelage 205 S abine Bergsieker 206 Anja Hoffmann 207 Ursula Bartmann 208 Manfred Radseck 209 Annegret Wa5kett 210 Ute Hoffmeier 211 Regine Buschmann 21 2 Marie-Lu i se Mü ll er 213 Anja Katenbrink 214 Monika Fisher 215 Ernst Grate 301 Liane Kampschäfer 302 Anne Burkamp 303 Margrit Schütte 304 Gerda Kröger 305 Christel Frank 306 Heike Hohmeier 307 Elke Schlüter 308 SU5anne atte 309 Peter Truschkowski 310 Reg i na Winke l man n 31 1 Sab in e Ka u tz 312 Rita H artmann-Hau5 h err 313 C l audia anken 314 Rüdiger Grote 401 Ingrid Schmale 402 Lydia Itermann 403 Zu ha i Gür 404 Marlene Lücking 405 Margret Kattner 406 Wolfgang Borchardt 407 Dietlinde Westphal 408 Sabine Honermeyer 409 Sabine Halbe 410 Klau5 Rad5zuhn 411 Han5 - jürgen Krüger 412 Dr. johannes jacob5 413 Kerstin Schmale 414 Christa Lindemann 50 1 Uwe Schne ll e 502 Er i ka Gerdom 503 Gertrud Hagemeyer 504 Marianne Surberg 505 Chri5tine Piernikarczyk 506 Heinrich Schäffer 507 Renate Brandmeier 508 Anette Riechmann 509 Friedhelm Soldato 510 Angelika Epping 51 1 Wilhelm Buchholz 512 Wi l fried Engel 513 Gudrun Schütt 514 Beate Hintze 515 Irene lanzen 516 Elke Uetrecht 601 Roland Schneider 602 Agnes Wittkötter 603 Ange l a Sander 604 Tobias Köhler 605 Eli5abeth Schwarze 606 Sieg l inde Ho l le 607 Maria Schulz 608 Swetlana Si mon 609 lise Magnus 610 Marion Burkamp 61 1 Günter Hölscher 612 Cornelia - Andrea Hogrefe 61 3 Heike Moscuso 614 Ines Rocktäschel 6 1 5 Mon i ka H ar m sen 6 1 6 Da nil a Meie r 6 1 7 C hr i5 t a L a n ge 701 W il li Korsmeie r 702 A l bert C h r i stian Kno ll mann 703 Hans - Dieter Becker 704 Leo Biermann 705 Michae l Kuhlmann 706 Reiner Schwengel 707 Thoma5 Längert 708 Wolfgang Döring 709 Athanasia GougouS5i 710 Sonja Hilgefort 711 Christine Gück 712 Frauke Niemeier 713 Katarina Nürenberg 714 Hermine Längert 715 Helga Borgstaedt 716 Helga Kno ll 7 1 7 Di r k Neubauer 80 1 Fried ri ch Br i nk 802 Wo l fgang Korsawe 803 Han5-Werner Dauk5 804 Wi l helm Burkamp 805 Norbert Etzo l d 806 Robert Love 807 Ernst Kottkamp • 808 Klaus Gerlach - Meinders 809 jobst Peter Gerlach - von Waldthausen 810 Ellen Längert 81 I Dr. Martin Lührmann 812 jürgen Zachriat 813 Rolf Behl • a l s ehemaliger Mitarbeiter mit der läng - 5ten Dienstzeit und dem höchsten Lebensa l ter ste ll vertretend für a ll e der Firma Ge rl ac h verbundenen Rentner.

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