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10. Drogerie an der Langen S traße, Außenansicht mit Eduard Ge rlach sen.

34. Alte Fabrik, Innenansicht , Blick in Richtung Garten Alte Fabrik, Innenansicht, Blick in Richtung Bäckerstraße, links Fußkremabfüllung - . .-

38. Fab rik 1928, vom Westei n ga n g Sie d e r a um n ac h Os t e n F ab ri k 1 928, B e tri e b s l a b or F a brik 1 928, Siedera u m Sü d seite, Bü h n e mi t R üh rbe h ä lt e rn Fa brik 1928, Tec hni ku m vo m Ostei n gang Siederaum

39. Fabrik 1928 , Technikum in Richtung Siederaum Fabrik 1928, Lebertranraum Fabrik 1928 , Verpackungsraum vo m Technikum Fabrik 1 928 , Ve rsand

36. Wittekind - Orogerie, 0/. /0./925 RiChtfest FabrikdaCh , Eduard Ger/ach mit Bauarbeitern Wittekind - Orogerie /925

9. ie soziale Frage war Diskussionsgegenstand zahlreicher Zirkel, Vereine und natürlich der politischen Parteien . Die Regelungen zur Arbeitszeit waren nicht einheitlich oder wur- den nicht eingehalten. Die Forde - rung nach einer zehnstündigen " wirklichen Arbeitszeit " , d . h. unter Ausschluß einer zweistündi- gen Ruhezeit, wurde für Fabrik- arbeiter und Bergleute gefordert. Die Firma Cerlach war um 1890 ein kleiner, gut überschaubarer Familienbetrieb. Eine zehn- bis zwölfstündige Arbeitszeit war an der Tagesordnung. Ver kauf s r a um a lt e Dr oge ri e

23. ür eine Parfümkr ea tion hatte sich Ed. Gerlach einen besonders werbewirksamen Namen ausgedacht. Er nannte die Kreation "Lübbecker Waldblumen - duft. Ein Frühlings-Blumengruss und Liebling der Damenwelt für Promenaden, Salons, Theater und Bälle " . Der " Lübbecker Wald - blumenduft" war aber auch ein " andauerndes Parfüm für Wäsche", ein "Rä uchermittel auf heissen Platten und zum [Be] Sprengen " , ein beliebter "Zusatz für Waschwasser und Bäder " sowie das "angenehmste Desinfec - tionsmittel für Krankenzimmer" . Werbehandzettel wurden ver - schickt und verteilt. Ein anonymes Gedicht zierte die Rü cksei te der Zettel. Offensichtlich hatte s ich Gerlachs Freund , der Dru cker und " und und Bälle . \'neater

16. Lübbecke I ligarre n mac h e r s t u be, W i c k el m acher

22. ie Gerlachschen Angebots- listen sind noch heute spannend zu lesen, geben sie doch einen Einblick in den täglichen Be- darf eines bürgerlichen Haushal - tes und eines bäuerlichen Betrie- bes . Nicht erwähnt in den üblichen Angebotslisten ist die Vertretung für "Hammond "- Schreibmaschi- nen. Seit 1888 benutzte Gerlach eine Schreibmaschine. Im " Deut- schen Reichs-Adressbuch " von 1902 / 1903 wird das Geschäft Ed. Gerlach unter "Cigarren - u. Tabakhandlung " sowie " Delikates- senhandlung" geführt. . ,

4. -- ~ ( " . Urkunde Kairo 1895

7. duard Cerlach der Ältere fügte seinen Ausführungen zum Hausbau eine persönliche Anmerkung bei. Er schrieb: "V orstehendes für den Finder die- ses Schreibens, welcher sich viel · leicht für das Schicksal dieses Hauses interessiert. Ich habe absichtlich nicht den Crund - und Eckstein zur Aufnahme dieses Dokuments bestimmt, da in der Regel selbe garnicht aufgefunden werden, ich habe beim Abbruch der alten Mauertheile keine Vi ll a v. Waldthausen am Wilhelmsplatz, vo n Sü d e n ' ..--- - - Eiskeller an d e r F euerre nn e --- r- r""""""'" \ •

11. en Briefbogen, den Eduard Gerlach für seine Ausfüh- rungen zum Hausbau benutzte, ziert ein Firmenkopf mit einem ausführlichen Warenangebot. Dem Leser wird die Firma, wie folgt, vorgestellt: "Eduard Gerlach Lübbecke in Westphalen Handlung in Taback und Cigarren Colonial-, Fisch, Käse, Mehl- und Teig-Waaren, Südprodukten Liqueuren, Weinen und Essenzen Chocoladen, Thee's, Confituren Artikeln für die feinere Tafel Eiskellerei. Tapeten- und Salz-Niederlage Depot von künstlichem Mineralwasser Ungar- und Medicinal-Weinen Agentur der Aachener und Münchener Feuer- VerSicherungs-Gesellschaft Vermittlung von Hagel-, Lebens-, Renten- und Ca pi ta Is- Vers icheru ngen " . ' llo/lio, I . . • . . 00000s 'TrOP~D •

21. ie Fußkrem war einer unter vielen Artike l n im Angebot des Hauses Cerlach, aber einer der erfolgreichsten. In den Fabrikationsräumen auf dem Hofgelände des Hauses Nr. 39 / 41 wurden 1885 It. Angebotsliste " d iäte t isch-chem isch- tec h n isc he Präparate und Bedarf s- Artikel" h erges t e llt . Dazu gehörten Medizinalweine wie der " Export- Liqueur Ueber Land und Meer ", Haarfarbenwiederhersteller, Eau contre co lique (M ittel gegen Kolik bei Pferden, anwendbar auch bei Rindvieh), Wäscheglanz, Bleich - Extrakt (gemeint ist ein Zusatz für das Besprengen der auf einer Bleiche ausgelegten Wäsche), Fleckenseife, Fleckenwa sser, Waschpulver, Fliegenleim; Hu s ten -, Freß - und Milchpulver für Rind - vieh, Mäuseweizen, Mottenpulver und Lebertran. Letzter er so llt e ein bedeutender Verkaufsartike l wer- den. Ein bis in die jüngste Zeit gut - gehender Artikel waren die ot "Völkertropfen " , für die seit etwa 1880 geworben wurde. Es war ein Magenbitter, der " mit Erfolg als Katertropfen bei Katzenjammer anzuwenden " war. "Völkertropfen " waren außerdem Auswanderern, die die Seekrankheit fürchteten, zu empfehlen, ebenso " Reisenden bei strapaziösen Touren " und über- haupt Leuten, "we lche an Appetit- losigkeit, veralteten Magenübeln, Magenkrämpfen und Atmung s not " litten. Bekannt wurde auch der " Ungarische Brust- Trauben - Syrup " . Sei n Ceschmack erinnerte an e inen Tokayer . Er wurde als " schleim l ösend, gegen H a l s - sc hmerzen und Magenkatarrh " angepriesen und kam 1815 auf den Markt.

13. er Neubau an der Langen Straße, so schätzte Eduard Gerlach, würde ihn etwa 10.000 Reichstaler kosten. Der junggesel- le wollte das prachtvolle Haus nicht allein beziehen. Er wollte eine Familie gründen. Die Aus- erwäh lte hieß Elisabeth Barre, Tochter des Lübbecker Brauerei- besitzers Ernst Barre. Am 3. Aug. 1876 war Hochzeitstag. Die Feier sollte einen poetischen Rahmen erhalten. Ein guter Bekannter des künftigen Ehemannes, der Druk- ker und Verleger des Lübbecker Kreisblattes Friedrich Werneburg, dürfte zur Feder gegriffen haben. Er brachte zwei Gedichte zu jeweils 5 Versen zu Papier. Der Eingangsvers spielte auf das Alter der Braut an, die mit 25 jahren schon etwas über das Heiratsalter hinausgereift war. Das Alter des Bräutigams von 36 jahren fiel dagegen weniger ins Gewicht. Die Hochzeitsgäste konn- ten folgenden Eingangsvers le s en: "Zu Lübb'cke wie Ihr Alle wisst, Da giebts gar manche Leut, Da wird gelebt, geliebt, geküsst, Und auch wohl mal gefreit. So gab es eine liebe Maid, Die hörte oft den Spruch: Zum Freien hat's noch immer Zeit, Das kommt noch früh genug, Heidi, heida, das kommt noch früh genug". lisabeth Barre übernahm die vielfältigen Pflichten einer Frau in einem Kaufmannshaus - halt. Ihr Haushaltsbuch belegt ihre sorgfältige Wirtschafts - führung. Über jede Ausgabe wur - de gewissenhaft Buch geführt. So war es in vielen bürgerlichen Haushalten üblich . Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor. Der männliche Sproß wurde nach sei- nem Vater benannt. Eduard der jüngere, geboren am 19. Dez. 1882, sollte den väterlichen Betrieb zu einem Unternehmen ausbauen , das über Deutschlands Grenzen hinweg bekannt und erfolgreich tätig wurde .

29. /9/ 7 erwarb die Offene Handelsgesellschaft "Eduard Gerlach" die Firma Rademacher & Co., Siegburg. Hergestellt wurde das damals bekannte Präparat "Rademachers Goldgeist". Damit war den Kopfläusen der Kampf angesagt. Plakat der Firma Rademacher, vor 1 9 1 7 nter der Bezeichnung " Präservativkremfabrik" geführt, unterlag der Gerlachsehe Betrieb der Aufsicht des Gewerbe· amtes Minden. Während des Ersten Weltkrieges schwankte die Zahl der Beschäftigten zwischen /8 und 3/ Personen . Da die wehr· fähigen Männer zum Kriegsdienst einberufen worden waren, waren die Frauen überproportional ver· treten. Vordem machten sie schon einen relativ hohen Anteil aus. Dieser Zustand wird sich in der gesamten Firmengeschichte nicht ändern. Damals fielen eine Reihe von zeittypischen Arbeiten für Frauen an. Sämtliche zurückgege· benen Flaschen (Lebertran) wur· den mit der Hand gespült. Fa lt schachtel vo n Ger l ach noch mit Zeichen der Firma Radema c her

3. ie Gerlachsche Fußkrem hatte sich durchgesetzt. 1883 verschickte Gerlach ein Heftchen an seinen weitläufigen Kundenkreis, das eine Reihe von Anerkennungs- und Dankschrei- ben enthielt, beglaubigt von dem Lübbecker Bürgermeister Lüders. Nach Aussage Gerlachs hatte absolute Seriosität den Vorrang. Der überwiegende Teil der Schreiben kam aus Militärkreisen. Wund - und Blasenlaufen war hier das tägliche Problem. Ärztliche Schreiben bestätigten die allge - meine Anerkennung. uer Wohlgeboren! Probebüchsen Ihres Präservativ - Creams in Ge- brauch genommen und den Werth desselben erprobt und schätzen gelernt, bitte ich um Sendung von 10 Büchsen möglichst sofort per Post. Hochachtungsvoll gez. von Eickstedt, Hauptmann und Comp. - Chef im 7 . Pomm. Infant.- Reg. No . 54. " ie Produkte aus dem Hause Gerlach erhielten eine beim Handelsgericht Lübbecke einge- tragene Schutzmarke. Der Lübbecker Magistrat hatte die Erlaubnis erteilt, das Stadtwap - pen in die Schutzmarke überneh- men zu dürfen. So fanden die Petersschlüssel und der Schwa - lenberger Stern ihren Platz in der Gerlachschen Schutzmarke. 59 Diese Scl1Ut. ~m,~r~:e wurde bis Anfang 1915 benutzt. Die nach - folgende abgeänderte Form zeigt einen vereinfachten Schlüssel- bart. Die Griffe sind abgerundet, darüber die Initialen E(duard) und G(erlach). Daraus wurde die heute gebräuchliche Form abge- leitet. Der Schwalenberger Stern wurde entfernt. Für die Schlüsselgriffe wurden die Initialen gesetzt. ingeführt bei allen Truppengattungen der deut- schen Armee und den Wander - vereinen empfohlen, konnte U E. Gerlach's Präservativ Cream " ihren Siegeszug antreten. Zahlreiche Auszeichnungen wur- den ihr zuteil. Insgesamt 35 Ausstellungen zwischen Kairo und New York wurden von Eduard Gerlach d. Ä. beschickt. Zahlreiche Preise gingen an den Teilnehmer, ein Goldregen von Medaillen.

12. EDUARll er Firmenkopf zeigt an, daß Gerlach im Versiche- rungswesen tätig war . Die Uber- nahme der genannten Versiche - rungsagentur ging auf seinen Vater zurück. Am 28. Sept. 1857 erteilte die Königliche Regierung Minden dem Kaufmann Louis Gerlach die "landespolizeiliche Erlaubniß", die Lübbecker Agentur der " Aachener - Münchener Feuer- Versicherungs - Gesellschaft " zu übernehmen. Bürgermeister Lüders bestätigte am 15. Nov. 1868 die Ubernahme der Agentur durch Eduard Gerlach . ünstliches Mineralwasser, damals allgemein als "S elters " bezeichnet, wurde nicht nur von Ed. Gerlach hergestellt , sondern auch von konkurrieren - den Unternehmen wie der Korn- branntweinbrennerei Friedrich Niederstadt in Lübbecke , Lange Straße Nr. 50, dem Gerlachsehen Haus gegenübergelegen. ie Bezeichnung "Salz- Niederlage " sollte an das ehemalige staatliche Salzmonopol erinnern, das an einen örtlichen Kaufmann vergeben wurde. Im Norddeutschen Bund wurde das Sa l zmonopollt. Gesetz vom ] 2. Okt. 1867 aufgehoben. Der Verkauf von Viehsalz blieb ein zu beachtender Handelsposten. In nicht wenigen Bürgerhäusern standen noch Kühe im Stall. Hauptabnehmer von Salz waren die Bauern aus den umliegenden Dörfern.

18. • Salon der Familie Gerlach mit mOderner Gas beleuchtung F a milie V. Waldthausen um 1 9 I 0 Namen von link s: Fritz, Han s, " se , Helene, Helene , Ludwig , Han s Conrad

6. Is am /6. Nov. /96/ Umbauten durchgeführt wurden , zur Aufnahme eines Verkaufs lokals für die Firma D ö rffler (Bünde ), fand man im westlichen Türpfeiler eine einge - mauerte Weinflasche mit Doku - menten zur Familien- und Firmengeschichte sowie zwei Ausgaben des Lübbecker Krei s - blattes vom / O. und /2. juli /815, die beide Anzeigenteile des Gerla c hsehen Geschäftes enthiel- ten. 50 In der Ausgabe vom / O. juli bietet Ed . Gerlach 3.000 Stü c k alter Dachpfannen an . Die Pfannen der abzubrechenden Häu s er waren also sorgfältig Stück für Stück abgenommen worden . Hinter dem Verkauf heute den Ges c häftssinn eines Kaufmanne s zu wittern , der noch den letzten Nagel an den Mann - bringt, ist sicherlich falsch. Es kommt hier die seit Generationen in allen Familien geübte Praxis zum Ausdruck, kein verwendbares Stück achtlos wegzuwerfen. Alles Verwertbare fand eine praktische Verwendung . In jedem Haushalt wurde so verfahren. Kaum sicht - bar kündigten sich im au s gehenden /9. jahrhundert die Zeichen der leichtsinnigen " Wegwerfgesell - schaft " heutiger Prägung an , als im stillgelegten Steinbruch östlich der Stadt (heute Gelände des Gymnasiums ) Gerümp e l zu finden war , das nicht mehr im herkömm - lichen Sinne zu verwerten war. n dem Fund von /96/ war ein Schreiben von der Hand Eduard Gerlach s verwahrt . Es berichtet, daß der Bauplan zu dem /815 errichteten Neubau von dem Baumeister H. Meyer stamme , die Eisenteile aus der Gießerei Phönix, beide Berlin. Die Bauleitung war dem Lübbecker Maurer - und Zimmermeister W. Hunke übertra- gen, die praktische Ausführung dem Maurerpolier E. Grumme, Bruder der Caroline Grumme, die 28 jahre lang im Gerlachsehen Haushalt "gedient " hatte. Das Eindecken, die Stukkaturarbeiten in den Innenräumen und das Verputzen der Fassade wurde von Berliner Handwerkern aus- geführt. Hau s L a n ge S tr . 39 ·41

26. Je näher sie lenken ganz leise den Schritt, Fühl tiefer ins Meer der 'Wonne mich sinken, Und als sie am Fusse der Linde gar stehn, Schlürf staunend den Duft ich zur Rechten und Linken . - • Willkommen . Jhr Gäste! Euch bei mir zu s~hen", Spricht grüssend die Linde, .macht Freude mir Alten; Nicht lang mehr ist mir wohl rias Leben vergönnt, Nicht wollen die Schächte zusammen mehr halten, 'Venn rasselnd der Ostwind die Krone durehdröhnt. Drum Iiess ich zur Sitzung Euch laden und bitten, Zu hören mein letztes freundliches " ' ort: J nhrhunderte, Lieben, stand ich schon inmitten Der Wittekinds-Berge, Euch Allen ein Hort. 'Vir spenden alljährlich lU reichlichem Maasse Der würzigen Düfte, des Balsams gar viel; Doch saget, wie Viele erklimmen die Strasse, Wie Wen'ge nur nehmen mich Alte zum Ziel! Und könnten viel Tausend sich nicht an den Gaben, Die wir so verschwendrisch den Nahen gezollt, In Zukunft doch auch in der Ferne erlaben, Wenn ernstlioh ein sinniger Kopf es gewollt. Wenn Alle, Jhr Lieben, mit mir wolltet hauchen Den Duft je nach Gabe in ein Gliil;lcin hinein, Das güb ein Aroma, man kpnntc es brauchen Als J;'reudenbereiler bis weit über den Rhein . Jüngst hub ich den Plan einem Freunde des Neuen, Der Kaufmann im Stiidtchen, gar stille vertraut; Jhm möchte den Segen des Planes ich weihen, Und dankbar hat er ins Aug mir geschaut. Ist heute wie immer mein ". unseh Euch Befehlen, So sprechet es aus. - Zu End ist mein Wort." - Und sieh - im wundersamen slissen Blumenduft Erklang ein helles .Ja" in stiller Abendluft . Und was am linden Sommer - Abend Erhorcht ich unbemerkter Weis', Hier findest zart und würzig labend Den ", W'alddut " t u Du, der Düfte Preis. Die Firma E. G. hal's verstanden, Zu binden fein der Blumen Hauch, Und sendet nun nach ollen Landen! Geniess Du dieser 'Vohlthat uuch I _ ..... , , , . .-.;... "7 • .--- . ---..,. "..;;:: Kalender . Im Stile der Zeit . f dem Gerlachs chen erscheint au "Lübbecker Werbezettel zum duf t " die linde auf Waldblumen d d Wartturm dem Reineberg un er auf dem Wurzelbrink. Beide flan - kieren das Gerlachsche Wohnhaus samt Fabrikationsräumen auf dem Hofgelände.

8. Urkunde gefunden. Den von mir 181/ erbauten, links von dem süd- lichen Ausgange der Stadt im Feuerrenne-Garten gelegenen Eis - keller habe [ich} keine Urkunde beigefügt, weshalb ich selben hier noch erwähne". Der Gerlachsehe Eiskeller befand sich also an der Feuerrenne. Ein größerer Eiskeller war notwendig geworden . Die Lagerhaltung für leicht verderbli - che Ware hatte sich vergrößert. Das KeIlergeschoß an der Langen Straße wurde als Verkaufsraum genutzt. Häuser d e r Familie v. Waldthausen am Wilhelm s platz , vo n Nord e n er großbürgerliche Bau- und Wohnstil hatte mit dem Neubau an der Langen Straße in Lübbecke Eingang gefunden. Zur gleichen Zeit wurde die klassizisti - sche Villa des Ludwig von Waldthausen am Wilhelmspla tz erbaut. Als 1908 / 09 die alte, durchlaufende Numerierung nach Steuerlisten aufgegeben und die Numerierung innerhalb eines Straßenzuges durchgeführt wurde, blieb die Doppelnummer 39 / 41 für das Gerlachsehe Haus erhalten. ie Krisenjahre der Gründer- zeit 1873 / 74 hatten keinen bedeutenden Einfluß auf den Ge- schäftsgang des Hauses Gerlach - im Gegenteil. 6 1 Die stürmische industrielle Entwicklung im Ver- bund mit Naturwissenschaft und Technik verhalf der chemischen Industrie zu einem ungeahnten wirtschaftlichen Aufstieg, der den Werdegang des Hauses Gerlach mitbestimmte. Das "Colonial- und Delicatesswaren-Geschäft" - es gab 4 Geschäfte dieser Art in der Stadt 62 - sollte in den kommenden Jahrzehnten ste - tig an Bedeutung verlieren. Die industrielle Produktion war auch im Hause Gerlach im Kommen.

2. Deutscher Detailpreis: gen U! I/hel m Ma ager , Wien 111 , Heumarkt 3; Haenle & Co Straßburg, Lange Straße ; " BurCkhardt & Diener , LeipZig. Reudnitz ; C. A. Mittag , Berlin 5. , WaSSerthorstraße /2 / /3 . Ein VerSandgeSchäft bestand in Niirnberg , Wahrgenommen durch die HandelsgeSellSChaft NOris Zahn & Co. , Mark 0,25 Mark 0,40 , Mark 0,75

37. Schwierigkeiten nach der Währungsumstellung überwunden waren und eine allmähliche Geschäftsbelebung zu verzeichnen war , konnten die Jahre /925 und /926 bereits als zufriedensteIlen- de Wirtschaftsjahre verbucht wer- den . /926 übernahm E. Gerlach die "Deutsche Efesol - Gesellschaft Felix Schmiedchen & Co . " , Bremen. Der Vertrieb von Seifen - und Reinigungsmitteln konnte so ver- bessert werden. as Geschäft mit den USA war von einer besonde- ren Attraktion gekennzeichnet. " Während der Prohibition blühte iert das USA-Geschäft mit Puddingpul- ver, weil den Tüten Rumfläsch- chen beigefügt waren " . Nach der Aufhebung der Prohibition war es natürlich mit dem Gerlachschen Puddingpulver in den USA vor- beiJ 9 m Hause Gerlach mußte die notwendige Modernisierung des noch in alten Bahnen verlau- fenden Betriebes in die Wege gelei - tet werden, wollte man nicht den Anschluß an die allgemeine techni- sche Entwicklung verlieren. Apo - theker Hermann Staiger erhielt ein Labor, das den Erfordernissen der Zeit entsprach. Im März /927 wurde eine Dampfkesselanlage installiert. Eine elektrische Trockenanlage, Schleudermaschi - nen, Tablettenpresse und ein Rührwerk für Lebertranemulsio - nen wurden angeschafft. Umbau und Modernisierung standen unter der Leitung von Dr . Haas, Stuttgart - Cannstatt. 80 /928 wurde als erstes flüssiges Fußpflegemittel "GEHWOL- Flüssig" auf den Markt gebracht. Zur gleichen Zeit entstand "Gerlasan " , ein Körperdesodo- rant. 8 / Für alle Produkte wurde fleißig die Werbetrommel gerührt.

19. m 30. Sept. waren auch die Familien Gerlach und von Waldthau se n auf dem Lübbecker Bahnhof vertreten, wo sich eine Menschenmenge einge- funden hatte, um die Rei c hsbahn- strecke Bünde - Lübbecke-Rahden einzuweihen. "Schon mehrere Tage vorher hatte die Stadt aus ihren Bergteilen Tannenbäume und Flaggenmasten anfahren las- sen und unter Leitung einer beson- ders dazu erwählten Kommission war die Straße vom Bahnhofe zur Stockhauser Chaussee auf das herrlichste geschmückt; ein Ehren - bogen mit dem Lübbecker Stadt- wappen auf der Bahnhofs- und dem Reichsadler auf der Stadtseite schloß die Feststraße ab. [ ... ] Die Schulen der Stadt hatten freien Schultag und trafen unter Führung ihrer Lehrer und unter Vorantritt der Schülermusikkorps auf dem Bahnhof ein kurz vor dem Einlaufen des Festzuges. Fahrplanmäßig traf derselbe um 12 . 25 Uhr ein . Die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr hatte auf dem Bahnsteig Aufstellung genom - men und blies die National- hymne". 65 Es war ein öffent li ches Ereignis, das noch lange im Ge- spräch blieb. rivathaushalt und Firma der Gerlachs wurden dem jeweiligen te c hnischen Stand angepaßt. 1898 erhielt das Gerlachsehe Haus Telefonans c hluß unter der Rufnummer 3 bei 13 Teilnehmern im örtlichen Fern- sprechnetz. 6 6 1912 wurden Hau s und Betrieb an die elektrische Versorgung durch die Nieder- sächsischen Kraftwerke ange - schlossen.6 7 Am 29 . März 1913 wurde für Gerlach ein Automobil zugelassen. Am 16. Mai des Jahres bezahlte Eduard Gerlach der Jüng ere 20 Mark für den frisch erworbenen Führerschein. 68 Gewöhnlich wurde nur eine Probe- fahrt gemacht, bei der das vorge- schriebene fahrtechnische Ge- sc hi ck des Führerscheinaspiranten wohlwollend überprüft wurde. Dreiradwagen a l s L astwagen

40. /933 war die Einwohnerzahl Lübbeckes auf 5.250 Personen an- gestiegen. Im industriellen Bereich waren 2. /00 Arbeiter beschäftigt. Oie Zigarrenfabrik Aug . Blase be- schäftigte im Stadtgebiet 800 Ar- beitnehmer, darunter zahlreiche Heimarbeiter. Insgesamt waren in der Lübbecker Zigarren fabrik und in den Filialen 4.500 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt. Folgen- de Fabriken und Betriebe werden /933 für Lübbecke angegeben: • • Zigarren- und Textilfabriken, Kammgarnspinnerei, Bremer Papier- und Wellpappenfabrik , Cerbereien, Sägewerke, Zucker - warenfabriken, Färberei, Weberei, Bierbrauerei, Brennerei, Ziegelei, Steinbrüche , Maschinenfabrik, Pharmazeutische Fabrik (Cerlach), Druckereien, Baugeschäfte. 82 Mit der Färberei ist der Betrieb des earl Vogeler an der Mühlenbrink - s traße gemeint, der eine besondere Bedeutung für die Firma Ed. Cerlach bekommen sollte. -- Fabr i k Voge l er. Mühl en b r i n k s tr aße ie Pharmazeutische Fabrik Ed. Cerlach be - schäftigte /933 etwa 25, vor - nehmlich weibliche Arbeitnehmer. Oie vor allem in Bünde, Lübbecke und Vlotho konzentrierte Zigar - renindustrie wirkte sich auf die Produktion der Firma Cerlach aus. Bereits /93/ hatte man damit begonnen , da s " Eduit - Salz" für

33. ie Zigarrenfabrik Aug. Blase ist mit einem Steuer- betrag von 6.836 Mark ausgewie- sen. Eduard Gerlach mit /.340 Mark. Die genannten Betriebe sind in das Umfeld einer Kleinstadt ein- zuordnen. Lübbecke hatte damals etwa 4.200 Einwohner. Die Lübbecker Industrie wirkte sich auf die Struktur der umliegenden Dörfer aus. Kleinbauern und Heuerlinge fanden eine zusätzliche Arbeitsstelle in Lübbecke. Bauern- söhne, die nicht zum Erbe gekom- men waren, fanden eine beschei- dene Existenzgrundlage in Blick v om Da c h d es Gesc h äf tshau ses an der Lang e n Straß e auf die F a brik Lübbecke, falls sie es nicht vor- zogen, in das nahegelegene Ruhr- gebiet zu gehen oder in die USA auszuwandern. Der bereits in der Vorkriegszeit zu beobachtende Strukturwandel im ländlichen Bereich setzte sich nach dem Ersten Weltkrieg in dem Maße fort, wie Industrie und Gewerbe expan- dierten, in Lübbecke vor allem die Zigarrenindustrie. rotz des verlorenen Krieges und einer wirtschaftlichen Stagnation infolge eines wirt - schaftlich sinnlosen Friedensver- trages konnte die Firma Gerlach im Zeitraum /9/9 - /923 jährlich maximal 36 Personen beschäfti - gen . Der männliche Anteil stieg nur geringfügig an . In den Wintermonaten /9/9 / 20 und /920 / 2/ ruhte der Betrieb. Erstaunlich ist, daß im Winter /922 / 23, als die Schulkinder aus - gedehnte "Kohleferien " bejubelten, 22 Beschäftigte im Betrieb Gerlach tätig waren .?6 Wie Brenn - und Rohstoffe beschafft worden waren , mag das Geheimnis des Firmeninhabers bleiben. Ein Jahr später, und die Inflation mit ihren astronomischen Steigerungsraten sowie die Währungsumstellung sorgten dafür, daß der Betrieb in den Wintermonaten ruhte. Im Jahr /925 wurden 4 Arbeiter, /0 Arbeiterinnen, 6 männliche und / weibliche Angestellte beschäftigt . /9/8 war der 8-Stunden- Tag ein - geführt worden. Um 8 Uhr wurde im Gerlachschen Betrieb die Arbeit aufgenommen . Sie endete um /9 Uhr . Folgende Pausen waren einzuhalten: vormittags 9.30 - /0 Uhr , mittags /2 - /4 Uhr, nach- mittags /6 - /6.30 Uhr .??

14. - • • Zur Hochzeitsfeier des Herrn I mit l! ' rälll e in J I • zu LflRRECKE \ om 3.}.ltgu~ 1876. I , r • • • • • , , # I • • • , .. • H chzeit Faltblatt zur 0 1 Eduard Gerlach Elisabeth Barre

20. - . ~ • • "" ~ j ~ ~ ~ , - ~ • Eduard Gerla c h sen. mit s einer Tocht e r El s e und dem S c hwiegersohn Dr . Theodor Hollmann auf s einem Dreiradauto m Gerlachsehen Haus war 1902 ein automobilähnliches Gefährt vorhanden. 59 Es war ein Dreirad mit angehängtem einach- sigen Aufsitzer für 2 Personen. Am 6. Juli 1902 unternahm Eduard Gerlach der Ältere eine I ~ " Autotour" mit seinem Schwieger- sohn 01". Theodor Hol/mann und dessen Frau Else. Die Reise führte zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Porta Westfalica. Die Familie fürchtete ständig, das Vehikel könne explodieren. Vorsorglich standen im Haus an der Langen Straße Eimer mit Löschwasser bereit. Elisabeth Barre, Eduard Gerlachs Frau, dürfte dem neuen Gefährt eher skeptisch gegenüber- gestanden haben. Es war nicht nur für Familienausflüge gedacht, sondern war auch ein vielbenutz- tes Transportmittel der Firma.

5. m neuen Haus an m Jahre 7873 kaufte Eduard Gerlach das nach Osten dem Haus Nr. 39 angren - zende Haus Nr. 47, das 7867 von der Familie des Klempners Ludwig Gerber bewohnt wurde. Das Haus Nr. 39, ein einstöckiges massives Wohnhaus, beruhte in Teilen, wie Westwand und eingewölbtem Kei - ler, auf einem Bau aus dem Jahre 7547. Der Gedenkstein zu diesem Bau befindet s i c h heute mit den zugesetzten Jahreszahlen 7875 und 7967 am unteren Sockel west- lich des Haupteinganges. Beide Häuser (39 und 47) wurden 7875 durch einen Neubau ersetzt, der bis heute in seinen we s entlichen Teilen unverändert geblieben ist. H a us Lange SIr . 3 9 - 41 er Langen Straße

35. n der statistischen Erhebung der Stadt Lübbecke für das Jahr 1912 sind für Lübbecke 35 "offene Verkaufsstellen" angege- ben, in denen Handlung sgehi lf en, Lehrlinge und Arbeiter beschäftigt wurden. Das Geschäft " Eduard Gerlach" beschäftigte 4 Hand- lungsgehilfen. Die Drogerie und der Kolonialwarenhandel ste llten noch einen Umsatzfaktor dar, mit dem man rechnen mußte. Der , Umsatz an chemisch-pharmazeuti- schen Produkten drängte das loka- .. .. ' 1~/v7 ' .-- ' ," . • , " , ' - - le Drogerie - und Kolonialwaren- geschäft mehr und mehr zurück. Durch die Kriegsereignisse sank der "Kolonia lwar enhandel" zur Bedeutungslosigkeit herab. Eduard Gerlach entschied, das Geschäft an der Langen Straße zu verpachten. 1918 wurde es an den Drogisten August Oschatz verpachtet. Unter dem Namen "Wittekind-Drogerie" wurden außer Drogerieartikeln, Chemikalien und Farben noch Kolonialwaren angeboten. Die Fotografie erfreute sich steigender Beliebtheit. Oschatz bot seine Dunkelkammer zur kostenlosen Benutzung an J B 1925 karn es zu einer Neuver- pachtung. Paul Kühn übernahm die Drogerie. Kolonialwaren ver- schwanden allmählich aus dem Sortiment. Kühn machte sich im lokalen Bereich einen Namen als Fotograf. Zahlreiche " Lübbecker Motive " wurden von ihm auf die Platte gebannt. " Nachtrag .... ~ ""'" .-,,, " . '- .•.... - . . • Briefbogen der Wittekind - Drogerie, Paul Kühn , Nachtrag zum Mietvertrag Der vorstehende Vertrag wird vom 1 , Oktober 1 93 1 um weitere 1 0 Jahre ver l ängert. Der Mietpre i s beträgt für die Zeit vom 1, Oktober 1931 bis 30 , September 1933 fürs Geschäft M 2880 ,- und für die Wohnung M 720, - Für die weiteren Jahre ist die Miete auf der Grundlage des amtlichen Ind ex - standes zu vereinbaren, Al l e übrigen Punkte bleiben unverändert bestehen, "

17. • ,.. .. ~ . - " . sc u an en neuesten tan er 30. Sept. /899 war ein wichtiger Tag für die Stadt Lübbecke - und für den Gerlach - sehen Betrieb. Der Bahnhof wurde eingeweiht. Im selben Jahr wurde die städtische Gasanstalt in Be- trieb genommen. Beide Ereignisse waren im Gerlachsehen Haus hin - reichend überlegt und besprochen worden. Die entsprechenden Vorbereitungen waren getroffen. ,. - / . - ' ie ersten Verhandlungen zur Einrichtung einer städ- tischen Gasanstalt gingen auf das Jahr 7896 zurück. Damals war eine Kommission gebildet worden, zu der auch das Ratsmitglied Ludwig v. Waldthausen gehörte . Zwischen den Familien Cerlach und v. Waldthausen bestanden verwandtschaftliche Beziehungen, so daß man im Hau se Gerlach über die Arbeit der Kommission gut unterrichtet war. Im übrigen sorgte die Cerüchtekü c he in der Stadt für zusätzliche Informatio- nen. Die Kommission wurde anfangs " Erleuchtungskommis - sion", dann " Beleuchtungskommis- sion" und schließlich " Caskommis- sion" genannt. 5 3 Spitze Zungen fanden hier ein zusätzliches Betätigungsfeld. Eduard Cerlach, für technische Neuerungen immer aufgeschlossen, hatte Haus und Betrieb an die städtische Casver- sorgung anschließen lassen. Für Leitung s teile, Beleuchtungskörper Einwe i hung des Bahnhof s Lüb becke a m 30. 09.1899. Im Hint e rgrund Gasansta lt und Kochapparate waren 45,76 Mark fällig; für das v. Waldthausensche Anwe se n mit der Hausnummer 2 82 ( herr sc haft - liches Wohnhaus sowie Pferdestall mit Dienstbotenwohnung und Remise ) 75,08 Mark. 5 4 Eduard Ge ri aeh sen . im Garten er

32. Po s tk a rt e mit An s i c ht e n d es Ge s chäft s hause s Löw e n s t e in (heute Kolck) , 18 . 12 . 1904 7979 warb Cerlach im "Lübbecker Wanderbuch " von R . Schmalze mit 3 Artikeln, die den Ruf der Firma bereits entscheidend geprägt hat- ten. Es waren: --'--' 4 Cerlach's Lebertran- L Emulsion, Nähr- und Kräfti- gungsmittel für Jung und Alt. o 50 Kilometer und mehr ,.Q maschiert spielend, wer Cerlach's Cehwol benutzt. 9 Kopfläuse mit Brut ver- U nichtet verblüffend Coldgeist". ie Cewerbesteuerrolle der Stadt Lübbecke für das Jahr 7920 weist die Firma Cerlach als einen führenden Betrieb aus, was die Steuerkraft betraf ,15 , . \ go , • ~ I . N , • • - .> - as die Zahl der Beschäf· tigten anging, rangierte sie hinter der Zigarrenfabrik Aug. Blase, der Bremer Papier· und Wellpappenfabrik, der Kleider· fabrik Nathan Ruben. In der Steuerklasse I ergibt sich folgende Reihenfolge: Zigarrenfabrik Aug. Blase, Eduard Cerlach ( pharma· zeutische, chemische, technische Präparate), Bremer Papier - und Wellpappenfabrik, Zuckerwaren· fabrik c. und C. Hunke, Kleider - fabrik Nathan Ruben, Weingroß - handlung Friedrich Niederstadt, Lohgerberei Aug. Frese, Loh - gerberei Karl Meyrahn, Dampf- färberei earl Vogeler, Zigarren - fabrik Mencke & Holle. n der Steuerklasse 11 ergibt sich folgendes Bild: A. Hecht (Leinen un . d Baumwollwaren), Alfred Löwenstein (Manufaktur - und Modewaren), Buchdru c kerei Friedrich Werneburg, Bierbrauerei Ernst Barre. • • "' • l.. I / > •

31. \ . . . • • ahlreiche Transporte der Firma Gerlach zu und von den Bahnhöfen in Lübbecke, näm- lich Reichsbahnhof und Klein - bahnhof " Lübbecke - Stadt " an der Bohlenstraße, wurden in den Jahren 1917 / 18 vom " Posthof' mit einem Pferdegespann besorgt. Kleinere Transporte übernahm die Firma selbst. Hier kam der Hand- wagen wieder zu Ehren. Die Benzinknappheit zeigte ihre öffentliche Wirkung : .. , .. , .. - . ,. . ' " .. ' .. ' ..... L uc i e Ger l ac h mit i hre r Co u s in e " Mieze " Mü ll e r ge b. H üggel m eye r ulius Hüggelmeyer, auf dem Hüggelhof bei Osnabrück, leß den Posthof von einem Ver - walter bewirtschaften .1 4 Nachdem der " Posthof' 1 918 von dem Lübbecker Zigarrenfabrikamen Blase erworben worden war , ver - gab die Firma Gerlach keine Transportaufträge mehr an den " Posthof ' . Das persönliche Ver - hältnis zwischen den Gerla c h s und den Blases war nicht gerade das beste. .. ," ~ • Schon Eduard Gerlach der Altere war auf den Zigarrenfabrikanten nicht gut zu sprechen und sparte nicht mit bis- sigen Bemerkungen. Die Trans - portgeschäfte wurden na c h 1918 vermehrt über die Spedition Stock, Niedertorstraße 24, abgewickelt. berichtete das Lübbecker Kreisblatt: " Lübbecke, 25. Nov. Ihr 50jähriges Jubiläum feiert am heutigen Tage die Firma Ed . Gerlach , die sich durch ihre Fabrikate Weltruf erworben hat. E s gibt wohl heute kaum einen deutschen Soldaten, der Gerlach ' s Präservativ Cream nicht kennt. Von einer besonderen Feier sieht die Firma ab, da der Mitinhaber [Eduard Gerlach] als Hauptmann im Felde steht " . P ost k a r te a u s O t josas u D .S.w. Af r ika, 1909

24. ~~W~e K eI\U . - , . , I ~ . >. , .'h ~r . • ' " f>'[~' H " Fa mi lie Ge rl ach im Gar t e n neben der F a br ik Verleger Friedrich Werneburg , wieder einmal als Dichter ver- sucht. Der nahegelegene Reine - berg mit seiner bunten Kräuter - weIt und di e Lin de auf dem Burgwall hatt e n di e Phantasie angeregt . N ü c ht e rnes kaufmänni- sches Denken verbindet sich in dem Gedicht mit dem romantisie- renden Zeitgeist. des von m h ece ::VYaldblume~d ,erpe s telIten C' nach t hut , tragen i.2)ämmlliche ES e ende ,Marke die Liibbec:~~u~lr~Ut~gen zeigon " Weis[- bl a , ? r ben Worauf da s J;J au SChulle gegen I ubllcum Zum n mhange l h~f l e fiach- Be ten moye

27. lne neue or dem Lübbecker Notar Erwin Klug erschienen am 30. Nov. /908 der Färbereibesitzer Carl Vogeler und der Kaufmann Eduard Gerlach (d. A) und baten um die Aufnahme eines Kaufver- trages. C. Vogeler verkaufte seine ehemalige Färberei samt Hofraum an der Köttelbeckstraße für 23.000 Mark an Eduard Gerlach. Vogeler hatte an der Mühlenbrink- straße eine neue Färberei errich- ten lassen, die später , im jahre /962, auch in den Be s itz der Firma Gerlach übergehen sollte. duard Gerlach d . A starb am 20. juli /9/ O. Die Firmenleitung übernahm It. Gesellschaftsvertrag vom /7. Aug. /9/ / sein gleichnamiger Sohn, nachdem am /. jan. /9/ / eine Offene Handelsgesellschaft ge- gründet worden war ,10 Carl Gerlach , Eduards Vetter 2. Grades und Sohn des in Friedewalde und zuletzt in Rahden tätigen Pfarrers esc Carl Hermann Gerlach ,?1 wurde /9/6 Prokura erteilt. Er war vom /5. jan. /920 bis zum 3/. Dez . /937 Gesell sc hafter der Eduard Gerlach OHG. duard Gerlach hatte nach dem Besuch des Real- gymna s iums in Osnabrück eine Lehre als Drogist und Kaufmann absolviert. /902 / 03 besuchte er die /880 in Braunschweig gegründete Drogisten-Akademie. Seine Laufbahn al s junger Drogi s t • eglnnt und Ge sc häftsmann wurde unter - brochen, als er vom /. Okt. /905 bis 30. Sept. /906 als einjähriger Freiwilliger in einem baverischen Regiment diente. Bavern und sei - ner Lands c haft sollte er Zeit seines Lebens verbunden bleiben . Als überzeugter Kneippianer wußte er in späteren jahren Bad Wörishofen und Bad Wiessee besonders zu schätzen. Edu a rd Ge rl ac h jun . a l s O b e rl e u tna n t d e r B ay r. Kr a ftf a hr - Trupp e i m Mil i t ä r wage n 1 9 1 7 it Kriegs- beginn /9/4 begann die Nachfrage nach Gerlachs " Präservativ Cream " s chlag- artig zu steigen. Die Krem war zum bewährten Mittel der Militär - ärzte und S ani - Edu a rd Ge rl ac h j un . a l s E in jäh r ige r Fre i w i llige r . 1 906

1. lne Er a • •• rung mlt weltrelC en Fa duard Gerlach der Ältere war Teilnehmer des Krieges von 7866, als Preußen und Österreich um die Vorherrschaft in Deutschland kämpften , und Soldat im Deutsch-Französischen Krieg von 7870 / 77. Hautnah erlebte er, wie das Wund- und Blasenlaufen selbst dem stärksten Mann zur kaum erträglichen Plage werden konnte. Persönliche Erfahrungen und Beobachtungen brachten Eduard Gerfach die zün- dende Idee. ekannt war, daß Fußbeschwerden durch warme Bäder in einer Lösung von Holzasche zu lindern waren. Eduard Gerlach kannte die prakti - sche Anwendung von Bauern. Kamen sie nach einem langen Tagesmarsch von den umliegen- den Märkten zurück , dann wartete ein wohltuendes Fußbad auf sie. Die nach einem langen Marsch wunden Füße wurden in einer Lösung von Holzfeuerasche (Pottasche) gebadet. Die Hornhaut wurde weich und elastisch, Rhagaden (Hautrisse) heilten ab . 57 VI ' 1 . \ vo n Eol:IARO G E RLAcll . ~~lm ' · Wli. k E\~l· ihll~ M ~ POII T A W E ~~ I , ~ tH . der se lbe f S Bescheinigu " n O g . E.mp ang . " Ihr e r po s tanwei s ung, . dlichst für d e n Betrag Danke v e rbin .. tg e s c hri e b e n . . , be gem a s s , gu d z e i c hn e i s t Ihn e n , Ihr e r Aufga . Auftr äge höfli c h s t e r s u c h e n, 1 Um Erth e ilung w e it e r e r H oc h ac htungs vo ll . Liibbecke i . I v. , it einer leicht anwend- baren Salbe konnte der- selbe Effekt erzielt werden. Eduard Gerlach gelang es, eine passende Salbengrundlage zu schaffen. Eine aus ungesättigten Ölen bereitete Spezialseife wurde mit geeigneten Fettstoffen ver- bunden. Desinfizierende ätheri- sche Öle wurden zugesetzt. Nach einer langen Versuchsreihe war es 7882 soweit. 58 Die u E. Gerlach's Präservativ Cream " kam auf den Markt, rechtlich geschützt durch Eintrag beim Handelsgericht Lübbecke. In wenigen Jahren eroberte das Fußpflege mittel den deutschen Markt und fand auch bald im Ausland die ersten Abnehmer. 7884 bestanden fol- gende Generalvertretungen ( Generaldepots):

15. r wirtschaftlichen Situation im Kreis m Jahre /874 wurde die "Statistische Darstellung des Kreises Lübbecke " herausgegeben , gedruckt von der Buchdruckerei Werneburg, Lübbecke. Für die Stadt Lübbecke sind 4 Eisenstein- bergwerke im Wiehengebirge angegeben. Zum Bergbau wird bemerkt: " Eigentlicher Bergwerks - betrieb, d. i. eine Ausbeutung der verliehenen Grubenfelder hat nicht stattgefunden. Der Grund dafür dürfte , abgesehen von den für bergbauliehe Unternehmungen überhaupt wenig günstigen Zeitverhältnissen, hauptsächlich darin zu suchen sein, daß es der fraglichen Gegend bis jetzt noch an bequemen Eisenbahn - An- schlüssen mangelt. Letztere aber sind zur Ausbeutung der genann - ten Felder um so nothwendiger, als die daselbst aufgeschlossenen Erze durchgängig zu arm s ind , um einen kostspieligen Achsentrans- port lohnen zu können ". n der "S tatistischen Dar - stellung" finden die Zigarren- fabriken eine besondere Beach- tung. 32 Fabriken wurden für da s Kreisgebiet gezählt . / /40 Arbei - terinnen und Arbeiter fanden in der Zigarrenfabrikation Beschäfti - gung. Mit 7 Zigarrenfabriken hatte Lübbecke mit 200 Beschäf - tigten den Hauptanteil. " Außerdem ist in Lübbecke Ende /872 eine Papier - Fabrik errichtet, die indeß bis jetzt nur Pappe fabricirt. Ebenso ist eine Bierbrauerei mit Stärke-Fabrik von nicht unbedeu- tendem Umfange vorhanden ". In der Darstellung wird es für erwäh- nenswert gehalten, daß die Zigar - renarbeiterinnen und -arbeiter einen relativ hohen Wochenlohn von 4 bis 6 Talern erhielten. Von einem Aufblühen des Wohlstande s könne, so die Darstellung, nicht die Rede sein und eine " Förderung der Sittlichkeit" sei nicht in Sicht . Mit anderen Worten: Es wurde dem Alkohol mehr als reichlich zugesprochen. Auch die Sittlich- keitsvereine konnten diesem Treiben kein Ende setzen. ie Abwanderung ins Ruhr - gebiet wird erwähnt, aber nicht zahlenmäßig belegt. Eine hohe Abwanderungsrate ist bei der ländlichen Strukturierung des Kreises anzunehmen. Nur die Zigarrenindustrie vermochte eine gewisse Stabilität zu garantieren. Oie Auswanderung nach Amerika war hoch, gemessen an den Vor- jahren. /99 Personen hatten sich /872 zur Auswanderung ent- sch lo ssen, davon /69 in die USA und nach Canada. Eine Auswande - rungsagentur wurde in Lübbecke von M. Löwenstein, Lange Straße, betrieben (heute Kolck). Im übrigen betrieb Löwen stein ein Textilgeschäft.

28. täter gegen das Wund l aufen geworden . Am 2. Aug. /9/4 wur - de Eduard Cerlach zum Militär gezogen. Unter seinen Auszeich- nungen i s t der Bayerische Militär - Verdienstorden mit Schwertern zu erwähnen. Eduard Cerlach brach- te es in der Militärhierarchie bis zum Hauptmann. Die Führung der Firma lag während seiner Ab- wesenheit in den Händen seines Vetters earl und seiner Schwester Lucie. Die " aufopfernde und uner- müdliche Tätigkeit " seiner Schwester während der Kriegs- jahre wußte Eduard Cerlach spä- ter zu würdigen. ie Kriegsjahre brachen familiäre Strukturen auf, brachten ein We l tbi l d ins Wanken und ließen viele Familien im Elend Färberei Vogeler a n der Kötte l bek (Bäcke r s tr .) Postkartengruß aus Osnabrück, Rea l gymnasium an der Lotter Straße zurück. Die Firma Cerlach bemüh- te sic h , den Familien der Betriebs- angehörigen zu helfen, um s ie vor soz ialem Elend zu bewahren. In der s tädtischen Liste der bedürfti- gen Lübbecker Familien wird /9/5 Frau Oelsner, Niedernstraße 3/, erwähnt. Jeweils im Dezember ver- teilt e die s tädtische Armenkom- missi o n die Zinseinkünfte aus Legaten, die an die Stadt gefallen waren und ausdrücklich für die Unterstützung der Armen b e- ... , v • " . -' . .. . - , • • • 0". ,. .;- I ~ ::. ~ /~ -.,./~ . ' " ..' -. . .- - .. '., .. . .. "' \ I,' \ stimmt waren. Frau Oelsner wurde nicht beda ch t , weil s ie, so die Bemerkung der Armenkom- mission, von der Firma Cerlach unterstützt werde .7 2 Obertertianer Eduard Gerlach (de r größte, in der Mitte stehend) mit Klassenkame- raden in Osna- brück, 1899 E li sabe th Ge rl ach mit Kindern und Sc h wiegersö hn en vo r de r Tür zum Hofe des H auses Lange Str. 39 - 41, 1918. Stehend vo n links: Fritz v. Waldt h ause n , Eduard Ger l ach, Else Hollmann, Ca rl Gerlac h , Or. Theodor Hollmann. Sitzend von links: Helene v. Wa l d thau sen, Elisabeth Gerlach, Lucie Ger l ac h

30. Abfüllen, Einstreichen der Krem, Dosenverschluß verlangten eine Reihe von manuellen Abläufen, die überwiegend von Frauen ausge- führt wurden. In der vom Gewerbeamt verlangten Statistik spiegelt sich die Situation der Wintermonate 1915 / 16 und 1916 / 17 . In dieser Zeit kümmer - ten sich nur 2 bis 3 Arbeiter um das Notwendigste .?3 Mangelnde Rohstoff-, Brennstoff- und Lebensmittelversorgung hatten das ihrige dazu beigetragen. er Handel mit Drogerie - artikeln und Feinkost unterlag während des Krieges den verordneten Beschränkungen. Am 13 . Mai 1916 konnte man im Lübbecker Kreisblatt lesen: -'-'4 Verkäufer von Seife dürfen L Seife nur gegen Vorlegung der Zuckerkarten abgeben. 2 Jede (für einen Monat gülti- ge) Zuckermarke berech- tigt zum Empfange von 100 Gramm Feinseife (Toilettenseife und Rasierseife) und 500 Gramm anderer Seife oder Seifenpulver oder anderer fetthaitiger Waschmittel. Der Veräußerer hat die Zuckermarke auf der Rückseite zu entwerten [. .. }". m 4 . Dez. 1 9 1 6 wurde im Lübbecker Kreisblatt fol- gende Beschränkung bekanntgege- ben: "A uf Grund der Verordnung des Bunde sra ts über Sicherstellung von Kriegsbedarf vom 24 . Juni 1915 [. .. ] wird bestimmt: § ,. Wer ,. Rohkakao, auch gebrannt oder geröstet, 2. Kakaobutt er, [. . .} mit Beginn des 5.12. für seine oder fremde Rechnung in Gewahrsam hat, ist verpflichtet, die vorhande - nen Mengen [. . . ] der Kriegs - Kakao - Gesellschaft mit beschränkter Haftung , Hambu rg 1, Möncke- bergstl'. 31, bis zum 11 . 12 . 1916 durch eingeschriebenen Brief anzuzeigen". Mit anderen Worten: Kakao und Schokolade wurden zugunsten der He eresbestä nde beschlagnahmt. er Gerlachsche Betrieb richtete sich auf die Mangelwirtschaft ein und produ- zierte, sofern die Rohstoffe reich- ten, vor allem Lebertran, " Präservativcream " für das Militär und Goldgeist. Da viele So ldaten verlaust von der Front zurückka - men, wurde Go ldg eist von den zuständigen Militär s teIlen ange - fordert.

25. elbstverständlich sollten Kunden geworben werden . s mehr hin - E s steckt jedoch etwa .' C dicht . Die IndustY/al l - ter dem e .' . "atte die Lebensverhalt - slerung " h . f " ' eden unüber se - nisse bereits ur J . .. dert Die Erkenntnisse bar veran . der Naturwis s enschaftler waren C en eine sich für jeden s pürbar. eg . .' d Welt bildete sich technisieren e eine idealisierende Traumwelt dl ' e sich an jedem Objekt heraus, f · n das romantischen Sehn - ver In", .. I-ten entgegenkam. Entspre- SUC,' . chende Impressionen zierten In e nde n von Bildern Lese- taUS d ' ft un bücher , ZeitschYl en Der Waldblumenduft und was der Wanderer darüber an der Wittekind·Linde erlauscht. Zur Rüste stieg jüngst hinab die Sonne Und säumetc golden der Wolken Rand; Der Tag war gar heiss - nun athmete ",,' onne Am wohligen Abend das weite Land. An Wittekinds Bergen hatt ich mich gestrecket Dort untcr die Linde vom Reineberg, Di(] weithin zur Erde die Aeste noch recket Und ,Ier gegenüber manch Waldbaum ein Zwerg. Noch höher ein wenig gewahrt ieh die Reste Der längst zerfallenen Burg an dem Hag, Die ~inst gezieret als mächtige Veste Die Wittekindsberge vor Jahren und Tag. - Still lag ich im Grase, die Feldtauben girrten Im Wipfel ,Ier Eichen; das starke Gezweig Und di .. duftigen Blüthen der Linde umschwirrten Die Käfer und Mücken, den Heeren fust gleich. Da pllitzlich <'rglänzten dia unfernen Zinnen Des Wartthurms, die magisch der Mondschein umfloss; Ein Friede ulllwehte das Herz mir, mcin Sinnen, 80 süss, wi .. ihn lang mein Gemütlt nicht genoss. Die Vögel verstummtcn, die Käfer und Mücken Sie setzten ge.iittigt sich stille znr Ruh, Und Alles !lthmete herrlich Entzücken; Jeb selbst schloss vor Wonne die Augen halb zu. Da rauschten gewürzig durch Gräser und Lüfte Zur Linde hemn, umwogend mein Haupt, So bunt durcheinander viel süss-milde Düfte, So wonnelJerauschend, wie nie ichs geglaubt. Ein freudiger Schauer durchfloss meine Gliede,', Mein A ug~ wllrd klar und thaufrisch das Herz . Was s\'h ich? Oll wallen die Tonne, der Flieder, Muiglöeklcill IIIIU Waldmeister, Lilien aufwiirls. Bescheiden e"klimmet in tiefblauem Kleide Das Veilchen deli Berg nuch und führet lIoeh mit Manch herziges Blümlein und Moos von der Weide. I I I I

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